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Kuh-Signale - die wichtigsten Signale am Bauernhof?!

Die erste der "heurigen Lieferung" - Kälbchen Kaiserin mit ihrer Mutter Tina, beide wohlauf nach der Kaiserschnittgeburt!
Die erste der "heurigen Lieferung" - Kälbchen Kaiserin mit ihrer Mutter Tina, beide wohlauf nach der Kaiserschnittgeburt!
Prächtig entwickelte Absetzer Ruedi (vorne, geb. am 22.12.2019) und Fanny (geb.21.11.2019)!
Prächtig entwickelte Absetzer Ruedi (vorne, geb. am 22.12.2019) und Fanny (geb.21.11.2019)!
Heini Alder schwört auf die Kalkstrohmatratze, die den Rindern eine luxuriöse Liegestatt bietet!
Heini Alder schwört auf die Kalkstrohmatratze, die den Rindern eine luxuriöse Liegestatt bietet!
Im Paradies zu Hause! - Heinis Herde im Schweizerischen Bächli
Im Paradies zu Hause! - Heinis Herde im Schweizerischen Bächli

Ein Traumleben für unsere Pinzgauer - am Hof von Heini Alder im Schweizerischen Bächli/Toggenburg!

Am 8. August kam das erste Kalb der "heurigen Lieferung" von Heini Alder im Schweizerischen Toggenburg zur Welt und der begeisterte Landwirt bekundete trotz aller Strapazen große Freude über die Gesundheit von Kuh und Kalb.
Dem Bild des hübschen Pinzgauer-Nachwuchses waren auch Bilder seiner prächtigen Pinzgauer-Absetzer vom November und Dezember angehängt sowie eine Mitteilung über die erste Erfahrung mit der Veredelung zu bestem "Pinzgauer-Beef"
"Nemo, unser erster Pinzgauer, wurde am 1. Juli geschlachtet, er hatte eine Tageszunahme von 1.350 g, wobei weder unsre Kühe noch die Kälber Kraftfutter oder Mais bekommen, sondern nur Naturwiesenfutter", schrieb Alder.

Dass sich diese Erfolge nicht von selber schreiben, bedingt keinerlei Erklärung - sind sie mit Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass den Tieren am Hof von Familie Alder Grundlagen zugestanden werden, die ohne Zweifel die besten Voraussetzungen für den Erfolg in der Rinderzucht liefern! 
Mein Kommentar, dass die Pinzgauer in diesem Umfeld ihre Instinkte glücklicherweise noch ausleben können, blieb von Heini Alder nicht unbeantwortet und diese Zeilen sind es unbedingt wert, veröffentlicht zu werden!


Unser Stall (vor 30 Jahren gebaut und im Vorjahr für Mutterkuhhaltung adaptiert) ist so gebaut, dass die Tiere ihre natürlichen Instinkte ausleben können. Für die Stallplanung haben wir den weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kuhsignale-Trainer Christian Manser beigezogen.
Meistens wird mit Stallbaufirmen geplant und die sorgen vor allem ums eigene Wohl und den eigenen Geldbeutel. Sie verplanen möglichst viele Einrichtungen mit viel Eisen, viele Türen, Fenster und Tore, künstliche Lüftungen, Liegeflächen mit teuren Materialien usw.

Mit Christian Manser stellten wir hingegen die Kuh in den Mittelpunkt und daneben eine einfache und zweckmässige Betreuung und Beobachtung durch den/die Betreuer/in.

Im Prinzip ist die Kuh für die Weide geboren, und was sie in der Natur auf der Weide vorfindet wollten wir ihr soweit wie möglich im Stall auch bieten. Somit haben sie bei uns viel frische Luft, sie haben direktes Tageslicht, im Sommer Schatten, im Winter direkte Sonneneinstrahlung bis weit in den Kälberschlupf. Weiter haben sie 24 Std. am Tag Zugang zum grossen Brunnentrog mit fliessenden Frischwasser. Rund um die Uhr können sie in den Aussenbereich. Mit der Kalkstrohmatratze haben sie eine Liegefläche, die am ehesten der Unterlage wie die Kühe sie auf der Weide vorfinden, entspricht. Man bedenke, alles was ich jetzt aufgezählt habe, kostet fast nichts bis gar nichts.
Ausserdem haben sie im Stall genügend Platz, damit rangniedrigere Tiere jederzeit ausweichen können, d.h. keine Sackgassen, keine enge Stellen, keine Stufen. Weiter sind wir sehr grosszügig mit Stroh. (nach dem Motto: Stroh ist der billigste Tierarzt!). 
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Geld gewisse Bauern ausgeben für Mittelchen und Pülverchen, andererseits mit Stroh, das bei uns 18- 24 Franken kostet, extrem knauserig sind. Dabei kann man mit Stroh den Tieren soviel Gutes antun.

Wichtig ist ebenfalls massvoll gedüngtes, wenn möglich zum richtigen Zeitpunkt geschnittenes und hervorragend konserviertes Naturwiesenfutter.

In unserem Fall haben wir mit den Pinzgauern mit ihrem feinen Charakter und dem ruhigen Wesen die passende Rasse gefunden.

Was es hin und wieder braucht ist ein guter Tierarzt um den Tieren im entscheidenden Moment die benötigte Hilfe leisten zu können.

So schliesst sich der Kreis wieder mit "dem Instinkt ausleben" und so macht es auch Freude und Spass für die ganze Familie zu arbeiten nach dem  Motto "Happy Cow - Happy Farmer".

Schöne Grüsse ins Land der Pinzgauer,
Heini Alder mit Familie, Bächli/Toggenburg


Diesen Worten ist nichts mehr hinzuzufügen - einzig eine große Gratulation zu diesem Betriebskonzept, das nicht nur Familie Alder viel Freude und Erfolg beschert, sondern den Tieren eine unübertreffliche Lebensqualität sichert - und diese ist bekanntlich die Grundlage für den Erfolg eines jeden Bauern!
Danke an Heini Alder für die hochinteressanten Zeilen und weiterhin viel Glück und Segen mit den Pinzgauern, die in Toggenburg wahrlich ein Glücksplatzerl gefunden haben! 

Christina Sendlhofer 

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