Kuhles Leben in Nordrhein-Westfalen!
Glücklich jene, die am Hof von Stephan Hoppe in Borgholz leben dürfen...
Ein wahrhaft kuhles Leben dürfen die Rinder bei Stephan Hoppe fristen. Der leidenschaftliche und kompetente Landwirt führt seinen Fleckvieh-Mutterkuhbetrieb im Nebenerwerb und hat seit Herbst 2011 bekanntlich auch Pinzgauer im Stall.
Für die Vermehrung der Pinzgauer sorgten nebst Hochzeitsgeschenk weitere Herdenzukäufe und im November folgten anlässlich eines "größeren Pinzgauer-Transportes" Richtung Norddeutschland zwei trächtige Kalbinnen (Kamper-Tochter von Martin Etzer, Kendlhof, Bruck sowie Farn-Tochter von Manfred Egger, Obererlach, Gries).
Da es sich bei Stephan Hoppe um einen vielfach Interessierten handelt, muss natürlich nach allen Seiten und Rassen geschmökert werden....;) - nicht verwunderlich, dass sich der Rinderfachmann bei der Eurotier in Hannover eine ganz schicke "Graue Dame" reservierte. Pünktlich zu Weihnachten kam die freudige Meldung, dass sich die Grauen um hundert Prozent vermehrt haben - ein wunderschönes, weibliches Kälbchen sorgt seitdem für ansprechende Verstärkung der Edelweißgrauen!
(Da wir als Bergrinderrassen bekanntlich gemeinsame Interessen verfolgen, sehen wir uns natürlich keinesfalls als Konkurrenten, sondern als jeweilige Bereicherung;)
Mittlerweile halten den Landwirt aber wieder die Pinzgauer in Schwung - wollte Stephan nach der Geburtstagsfeier seines Schwiegervaters eigentlich lieber ins Bett, so verhinderte dies Kalbin Nuss (V.Kamper) mit den ersten Anzeichen ihrer Geburt. Mit Hilfe von viel Zeit, Geduld und entsprechendem Einsatz war Stunden später ein "Riesenkerl" an Land gezogen und während das Kalb relativ schnell zu Kräften kam, hatte die Jungkuh ein wenig Mühe, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Statt sich dem Kalb zuzuwenden, schlug die Kuh kräftig um sich, um sich möglichst alles und jeden vom Leib zu halten!
Dem kühlen Kopf eines Fachmannes sei Dank - so packte Stephan Kuh und Kalb kurzerhand zusammen in seinen Kalbinnenstall und ließ die beiden erstmals allein - und siehe da - nach einigen Anläufen und kleineren Attacken waren die Mutterinstinkte geweckt und mittlerweile scheint alles prima zu klappen...
Es darf also bald wieder retour in den Kuhstall gehen, wo bereits ein zweiter Kerl auf die Milchspende von Nuss wartet - dem Euter zufolge hätte sie ja eher eine Milchkuh werden sollen...;)
Wir hoffen jedenfalls, dass sich die Lage zunehmend bessert und wünschen Stephan und seinen Vierbeinigen alles Gute - ein paar Wochen bleiben ja, bis die schöne Edelweiß (V.Farn von Manfred Egger) zur Geburt kommt!
Christina Sendlhofer




