Neuer Pinzgauer-Obmann in Kärnten
Horst Schnitzer übernimmt das Erbe von Hans Liesinger!
Neuer Pinzgauerobmann in Kärnten
Beim Pinzgauerzüchtertag am 14. Februar am Litzlhof wurde Horst Schnitzer einstimmig zum neuen Obmann der Kärntner Pinzgauer Züchter gewählt. Er löste in diesem Amt ÖR Johann Liesinger ab, der einer der bekanntesten und weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzter Funktionär ist.
Doch nicht nur ein neuer Obmann bzw. Vorsitzender des Pinzgauer Züchterbeirates wurde gewählt, sondern auch die weiteren Mitglieder des Züchterbeirates. So stehen dem Obmann Hans-Thomas Brunner aus Radenthein als Obmann-Stellvertreter und die Mitglieder Heimo Oberauner aus Kirchbach, Gerhard Mikitsch von der LFS Litzlhof und Bernhard Fleischhacker aus Bodensdorf zur Seite.
Beachtliche Fleischleistungen
Erfreulich fiel der Bilanzbericht über das Jahr 2011 aus. Im letzten Jahr gab es einen sehr erfolgreichen Tag der offenen Tür am Betrieb der Familie Liesinger in Villach, wo eine sehr ausgeglichene reinrassige Milchkuhherde und eine sehr fleischige Pinzgauer-Mutterkuhherde gefielen.
Weiters präsentierten sich die Pinzgauer 2011 bei der Kärntner Fleischrindermesse und bei der Bezirksrinderschau Lavanttal sehr erfolgreich. Vor allem bei der Fleischrindermesse überzeugte die Gruppe der Kalbinnen.
Nicht nur beste Fundamente sprechen für Pinzgauerkalbinnen; im letzten Jahr machten die Pinzgauer auch im Bereich der Fleischleistung einen großen Schritt vorwärts. Dies unterstreicht der Fleischleistungsjahresbericht 2011. Demnach lagen die 200-Tage-Zunahmen bei den männlichen Tieren bei 1.198 Gramm und den weiblichen Tieren bei 1.062 Gramm. Die Ergebnisse bei den 365-Tage-Zunahmen der Pinzgauer Betriebe, die durchwegs in extensiveren Gebieten liegen, konnten ebenfalls überzeugen (♂ 1.086 Gramm, ♀ 877 Gramm).
Gerade in der Mutterkuhhaltung wissen die Betriebe die Qualitäten einer Pinzgauermutterkuh zu schätzen. Hervorragende Muttereigenschaften, Leichtkalbigkeit und das unkomplizierte Rind, das bestens für die Alpung geeignet ist, erfreuen sich bei den Betrieben vermehrter Beliebtheit. Aber auch eine hervorragende Fleischqualität, die vor allem in der Direktvermarktung und bei Markenfleischprogrammen geschätzt wird, sprechen für die Vorzüge des Pinzgauerrindes.
100.000-Liter-Kühe
Auch in der Milchproduktion beweisen die Pinzgauer immer wieder ihre Qualitäten. So sind die Leistungen von durchschnittlich 5.685 kg Milch bei 3,99% Fett und 3,40% Eiweiß bei Betrieben in großteils extensiven Gebieten durchaus beachtlich.
Die Einkreuzung mit Red Holstein bringt hier bei den Kühen noch etwas mehr Milchleistung und zusätzlich bleibt das genügsame und robuste des Pinzgauerrindes erhalten.
Besonders hervorzuheben ist, dass im abgelaufenen Jahr gleich zwei Kühe über 100.000 kg Milch ermolken haben. Bei den Kühen „Mira“ (114.538 kg Milch) und „Selena“ (100.833 kg Milch), beide Alpenking-Töchter von der LFS Litzlhof, wurden die Fitnessqualitäten der Pinzgauerrasse und die Leistung der Red Holstein bestens vereint.
Leistungsberichte
HINTERGRUND
Aufgefallen sind …
- Die wirtschaftlichen Vorzüge der Pinzgauer wurden beim Züchtertag sowohl im Milch- als auch im Fleischbereich verdeutlicht.
- Die Auswertungen des Arbeitskreises „Pinzgauer Fleischrinderzucht“ zeigen die Konkurrenzfähigkeit der Pinzgauerbetriebe zu anderen Mutterkuhhaltern.
- Unter dem Thema „Mehr Milch aus dem Grundfutter – wo liegen noch Reserven?“ referierte Ing. Wolfgang Stromberger von der LK Kärnten. In der Milch- bzw. Fleischproduktion ist gutes Grundfutter die Grundlage für eine gute Leistung der Tiere.
- Am 10. und 11. März wird die LFS Litzlhof mit drei Pinzgauerkühen am Dairy Grand Prix in Bergland/Niederösterreich vertreten sein. Melus-Tochter „Rauschl“ wird versuchen, ihren Titel als Grand Champion zu verteidigen. Und am 17. März wird die Pinzgauerrasse mit Kalbinnen und Stieren auf der Kärntner Fleischrindermesse in St.Donat vertreten sein.
Ing. Georg Moser, Kärntner Rinderzuchtverband



