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Niederösterreichische Pinzgauerzucht mit Kärntner Tieren

Unter anderem wurden am Betrieb Liesinger in Villach Tiere angekauft. (In der Bildmitte Liesinger Hans sen. und jun., rechts Georg Wutzl)
Unter anderem wurden am Betrieb Liesinger in Villach Tiere angekauft. (In der Bildmitte Liesinger Hans sen. und jun., rechts Georg Wutzl)
Problemlos verlief die Verladung mittels Boxensystem in der Versteigerungshalle St. Donat.
Problemlos verlief die Verladung mittels Boxensystem in der Versteigerungshalle St. Donat.
Gut angekommen und eingewöhnt - die Kärntner und Niederösterreichischen Pinzgauerinnen am Kobichlhof in Annaberg.
Gut angekommen und eingewöhnt - die Kärntner und Niederösterreichischen Pinzgauerinnen am Kobichlhof in Annaberg.
Aktuell die Jüngsten von Bernd Mußbacher in Gußwerk - zwei schwarze Prachtkerle, vermittelt von der EZG Salzburger Rind!
Aktuell die Jüngsten von Bernd Mußbacher in Gußwerk - zwei schwarze Prachtkerle, vermittelt von der EZG Salzburger Rind!

Pinzgauer-Aufschwung im Mariazellerland! 16 Pinzgauerinnen wechselten auf den Kobichlhof zu Georg Wutzl in Annaberg!

Die Kärntner Pinzgauer Fleischrinderzucht ist gefragt. Nach einem erfolgreichen „Ab-Hof-Ankauf“, organisiert von kärntnerrind, haben Ende September 16 Pinzgauertiere die Reise nach Niederösterreich angetreten und sind gut auf ihrem neuen Betrieb angekommen.

Pinzgauerzucht am Kobichlhof
Für den jungen Betriebsführer Georg Wutzl aus Annaberg im Mariazellerland (NÖ) war nach der Hofübernahme im November 2017 klar, dass er nur mit einer Fleischrasse züchten will. Die Entscheidung ob mit der bestehenden Fleckvieh Fleisch-Herde oder den wenigen Pinzgauern, die sein Vater vor einigen Jahren zugekauft hatte, fiel nicht allzu leicht. Da er aber mit seinem Pinzgauer Zuchtstier „Benno“ (Bundesreservesieger 2016, Züchter: Tschernigg Franz, St. Michael/Lav.), den er vom Betrieb Rutter-Auernig aus Obervellach zugekauft hat so zufrieden ist, war klar: „In Zukunft sollen am Kobichlhof nur mehr die Pinzgauer grasen“.

Warum Pinzgauer
Für den Betrieb mit mehreren Standbeinen (Forstwirtschaft, Urlaub und Schule am Bauernhof, Wasserkraftwerk, Fernwärme, Direktvermarktung, Jagd) ist eine problemlose Rasse Grundvoraussetzung. Gutes Abkalbeverhalten und guter Charakter der Tiere sind für den Betriebsführer besonders wichtig. Aber auch das Aussehen, die Gemütlichkeit und die Fleischqualität waren schlussendlich dann wirklich die Gründe für die Entscheidung auf die Pinzgauer. Durch die bereits bestehende Direktvermarktung mit EU-zertifiziertem Schlachtraum kann der Betriebsführer nur bestätigen, dass man auch bezüglich Fleischausbeute den Vergleich zu anderen Rassen nicht scheuen braucht. Zusätzlich loben die Gäste die besondere Fleischqualität des bisweilen aufgetischten Pinzgauerfleisches.

Wiedererkennungswert
Für den Betrieb mit Urlaub am Bauernhof, aber auch für die künftige Zuchtviehvermarktung, ist für Georg Wutzl eine Rasse mit Wiedererkennungswert ein zusätzlicher Vorteil. Da in Niederösterreich die Pinzgauer kaum verbreitet sind, ist dies ein weiterer Pluspunkt für die Pinzgauer, sie bestätigen einmal mehr ihre Werbewirksamkeit und sollten auch eine Chance in der zukünftigen Zuchtviehvermarktung sein.

Hornloszucht als Ziel
Natürlich spielt auch der züchterische Gedanke eine Rolle. Die derzeitige Pinzgauerherde mit 30 weiblichen Pinzgauern und Zuchtstier „Benno Pp* sollte auf genetisch hornlos weitergezüchtet und auf ca. 65 Pinzgauerrinder ausgebaut und auf BIO umgestellt werden. Mit dem Ausbau der Direktvermarktung und dem Auskochen für die Urlaubsgäste braucht man sich somit über die Vermarktung  „nicht zuchttauglicher Tiere“ auch keine Gedanken machen.

kärntnerrind möchte sich bei dem jungen Betriebsführer Georg Wutzl recht herzlich für den reibungslosen Ablauf bedanken und wünscht ihm in Zukunft viel Gesundheit und Erfolg und vor allem viel Züchterglück mit den Pinzgauern!

Wir sind sehr erfreut, dass die Pinzgauer nun auch vermehrt in Niederösterreich Einzug halten, auch Besamungsstier „kr Mars“ und einige Kärntner Kalbinnen sorgen in Niederösterreich für die Pinzgauer Nachzucht.

Georg Moser, kärntnerrind


Das Mariazellerland ist uns mittlerweile ja nicht mehr gänzlich unbekannt, hat sich hier mit Bernd Mußbacher aus Gußwerk ein weiterer aufstrebender Jungbauer den Pinzgauern verschrieben.

Bernd Mußbacher hat sich auf Pinzgauer-Ochsenmast spezialisiert. Seit kurzem besteht seine 14-köpfige Herde auch aus zwei schönen schwarzen Kerlen, die nicht nur ein optischer Hingucker sind, sondern hoffentlich auch entsprechend Glück bringen ;)!

Unsere Freude über die schönen Nachrichten aus dem Mariazellerland ist groß und so wünschen wir den jungen, ambitionierten Züchtern viel Freude und Schaffenskraft - mögen eure vielversprechenden Pinzgauer-Projekte gelingen!

Christina Sendlhofer

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