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"Ofohre" von der Sulztalalm

Nicht unbedingt typisch fürs Ötztal, aber mit Sicherheit ein Magnet - die schöne Kranzkuh von Lukas Schöpf.
Die Freude übers gesunde Heimkommen ihrer Pinzgauerinnen ist Lukas und Leo Schöpf ins Gesicht geschrieben!

Heimkehr von der Ötztaler Heimalm, angeführt von einer Pinzgauerin!

Groß war die Freude bei den vielen Schaulustigen, als sich die 130-köpfige Rinderherde am Samstag, 12. September mit fröhlichem Glockengeläut und prächtigem Kopfschmuck dem Ziel in Längenfeld/Ötztal näherte und das Ende eines glücklichen Almsommers auf der Sulztalalm verkündete. 

Ein besonderer Tag war es für Lukas Schöpf, dessen älteste Kuh Nagei die Ehre hatte, als Kranzkuh mitgehen zu dürfen. Die neunjährige NAGEI (V.Faux), die Schöpf im September 2021 in Maishofen ersteigerte, war nicht nur der ganze Stolz des Besitzers, sie zog auch viele Blicke auf sich, als sie sich am Festplatz in der Reihe der geschmückten Kühe präsentieren durfte. Gar mancher Braun- oder Grauviehzüchter konnte es sich nicht verkneifen, sich mit den Worten  "na schön sind sie schon"  zu äußern.
"Für die sonst eher gefühlskalten, hinteren Ötztaler ist so eine Bemerkung schon als Lob zu sehen und durchaus eine kleine Ehre, dass eine Pinzgauerkuh am Festplatz ausgestellt wird - quasi ein Stück Pinzgau im Ötztal",  schrieb der stolze junge Bauer, der ab 2020 seine braunen Kühe nach und nach mit Pinzgauerinnen ersetzt hat.

Die Agrargemeinschaft Sulztalalm, die aus 54 Mitgliedern der Gemeinde Längenfeld besteht und noch ca. 20 als aktiven Auftreibern dient, verlangt den großen und kleinen Wiederkäuern aufgrund der Höhenlage von 1.800 - 2.800 m einiges ab und zeigt besonders bei Wetterumschwüngen sehr schnell die Herausforderungen des hochalpinen, rauen Klimas.
Dass die Pinzgauerrasse für diese Gegebenheiten prädestiniert ist, beweist sie ohne Zweifel und gehört seit ein paar Jahren schon fix zum bunten "Sortiment" der Gemeinschaftsalm.
"Die Pinzgauer zeigen's den anderen Rassen schon, dass sie dem Grauvieh in der Geländegängigkeit um nichts nachstehen. Unter 130 Stück Galtvieh der Rassen Braun-, Grau- und Fleckvieh war heuer dank der Pinzgauer wieder ein wenig schöne Farbe mit dabei!",  schwärmt Lukas Schöpf von seinen Rindern, dem es zudem ein Anliegen ist, seinen Kindern die Tradition des Almabtriebes weiterzugeben und dankbar zu sein, wenn nach einem langen und fordernden Almsommer alle Tiere wieder gesund heimkehren.

Wir gratulieren Lukas Schöpf ganz herzlich zu dieser schönen "Ofohre" und wünschen eine gute Herbstsaison, die mit der ersten Geburt (und einem Kuhkalb) schon freudig begonnen hat - alles Gute, viel Glück und Segen und auf ein Wiedersehen in Maishofen, wenn's wieder schönen Pinzgauer-Nachschub braucht ;)!

Christina Sendlhofer 

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