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Pinzgauer Almwandertag

Wohlgefühl bei Mensch und Tier - ein herrlicher Tag auf der Brandalm in der Steirischen Ramsau!
Almbauer Fritz Schrempf eröffnet den Almtag und lädt zum gemeinsamen Wandern
Wunderschöne Kulisse des Dachsteinmassivs
Alminspektor Franz Bergler erläutert die Rodungsmaßnahmen in Theorie
und Praxis!
Berührender Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer aus der Ramsau
und umrahmt von stimmigen Weisen
Genuss pur - gibt's was schöneres als einen Almsommer? (wohlgemerkt bei schönem Wetter!!)
Für beste Unterhaltung sorgten unter anderem die "Ischler Pascher"!
Gemütliches Beisammensein im Kreise Gleichgesinnter!

Wunderschöner Almtag in der Steirischen Ramsau - ein Feiertag für Leib und Seele!

Eine fast kitschig schöne Kulisse, massenhafter Besucheransturm und eine vorbildliche Almbewirtschaftung waren die Zutaten für einen unvergesslichen Pinzgauer-Almwandertag, welcher am Sonntag, 8. Juli auf der Brandalm in der Steirischen Ramsau über die Bühne ging.

Mit der Brandalm wurde nicht irgendein Ziel ausgewählt – die Entwicklung dieser Alm zeigt eindrucksvoll, was mit viel Weitsicht, Einsatzfreude und Beharrlichkeit geschaffen werden kann.
1981 begann Fritz Schrempf mit der Bewirtschaftung der Brandalm, die sich damals in einem eher erbärmlichen Zustand präsentierte. In einem komplett ver- bzw. zugewachsenen Stadium begann der Brandlehenbauer mit der Revitalisierung der Alm, indem er mit gezielten Rodungsmaßnahmen und Weidedruck und zu guter Letzt mit idyllischer Baukunst ein Eldorado für Mensch und Tier geschaffen hat.
Die Almflächen, welche auf einer Seehöhe von 1750-1800 m liegen, umfassen insgesamt 98 ha (48 ha Weidefläche), 3/5 davon gehören zum Brandhof, 2/5 einem weiteren Ramsauer, welcher seine Anteile von Familie Schrempf bewirtschaften lässt.
Bei der gemeinsamen Wanderung vom Parkplatz der Dachstein-Gletscherbahn bis zum „Brandriedel“ erklärte der Almbesitzer seine Visionen zur optimalen Bewirtschaftung und einem gedeihlichen Miteinander von Mensch und Tier. Schließlich sind gerade gepflegte Almweiden mit einem schönen Viehbestand die Basis für einen gesunden Tourismus, der im nahezu paradiesischen Gebiet des Dachsteins ein wesentliches Standbein neben der Landwirtschaft bildet.

Schrempf bewirtschaftet die Brandalm mit 15 reinrassigen PinzgauerMutterkühen (die Kälber werden vor der Almsaison verkauft), sowie einigen Kalbinnen und Limousinrindern. Interessante Beiträge lieferte der anwesende steirische Alminspektor DI Franz Bergler, der Fritz Schrempf als Vorreiter in Sachen Almbewirtschaftung bezeichnete. Der Almexperte wies auf die unzähligen sichtbaren „Raumhaufen“ (an die 100 mannshohen Berge von gerodeten Jungbäumen, Almrausch, etc.. warten auf die Abbrennung) hin, die Indiz für die arbeitsintensive Wiederherstellung der Weideflächen sind. Bergler ging auf die mitunter schwierige Position der Bauern als Almerhalter ein und zollte den Landwirten größte Anerkennung für die Erhaltung dieses wertvollen bäuerlichen Lebensraumes.
„Dort wo keine Kühe mehr auf der Alm sind, werden auch keine Gäste gemolken“, mit diesen spitzen aber durchaus ehrlichen Worten beschloss der profunde Alminspektor seine Rede und dankte nochmals allen Bäuerinnen und Bauern für die mühevolle Bewirtschaftung ihrer Bergflächen.

Nach kurzer Wanderung inmitten der herrlichen Landschaft am Fuße des Dachsteinmassivs konnten bald die ersten Pinzgauer sowie die romantische Hüttenlandschaft der Familie Schrempf ausgemacht werden.
Stimmungsvolle Weisen waren der Einstieg in einen berührenden Gottesdienst, welcher vom evangelischen Pfarrer aus der Ramsau, Mag. Wolfgang Rehner geleitet wurde. Der begnadete Geistliche sprach vom wichtigsten Reichtum – von einem Leben, fernab von stetiger Gewinnmaximierung, das Zeit und Raum für das natürlich Gewachsene und die Erfüllung in einem guten Zusammenleben zwischen Mensch, Tier und Umwelt bieten soll.
Nach einem ergreifenden „Großer Gott, wir loben dich“ begrüßte ARGE-Obmann Christian Dullnigg die große Schar der Almwanderer, die mit ihrer Anwesenheit die einzigartige Gemeinschaft der Pinzgauer-Züchter zum Ausdruck bringe. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte er dem Hausherrn Fritz Schrempf eine kunstvoll bemalte Holzscheibe, welche noch lange an diese schöne Veranstaltung erinnern solle.
Sichtlich gerührt bedankte sich Gastgeber Fritz Schrempf über das kunstvolle Überraschungsgeschenk und zeigte sich ergriffen ob dem großen Besucheransturm.

Über 400 begeisterte Wanderer aus vieler Herren Länder kamen in den Genuss bester Kulinarik und stimmiger musikalischer Unterhaltung durch die „Ischler Pascher“. Der enorme Fleiß und die bemühte Gastfreundschaft der Familie Schrempf spiegelte sich im unverkennbaren Ambiente wider, welches ein enormes Wohlgefühl und Gemütlichkeit inmitten der traumhaften Bergkulisse von Dachstein, der Bischofsmütze, etc… vermittelte.

Uns bleibt also, DANKE zu sagen – an alle, die zum Gelingen dieses schönen Almfestes beitrugen – in erster Linie Familie Schrempf mit ihrer fleißigen Belegschaft, Hr. Pfarrer Lehner, den Musikanten sowie all den begeisterten Almwanderern und BesucherInnen, die diese Veranstaltung zu einem besonderen Fest werden ließen – Vergelt’s Gott!

Christina Sendlhofer

 

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