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Pinzgauer Almwandertag

Ein überaus lohnendes Ziel - die Mordaualm in der bayerischen Ramsau!
Ein überaus lohnendes Ziel - die Mordaualm in der bayerischen Ramsau!
Eine Feierstunde - die Almmesse mit Pater Toni Dimpflmaier
Eine Feierstunde - die Almmesse mit Pater Toni Dimpflmaier
Christian Dullnigg bedankt sich bei der Hinterkeilhof-Familie!
Christian Dullnigg bedankt sich bei der Hinterkeilhof-Familie!
Almgenuss pur!
Almgenuss pur!
Hier lässt sich's auch verweilen....
Hier lässt sich's auch verweilen....
Verantwortlich für den unvergesslichen Almtag - die große Helferschar
Verantwortlich für den unvergesslichen Almtag - die große Helferschar!

Ein Feiertag für Leib und Seele!

Zu einem unvergesslichen Tag gestaltete sich der Pinzgauer-Almwandertag, der am 1. Juli auf die Mordaualm in der bayerischen Ramsau führte.
Eingebettet in eine wundervolle Bergkulisse und geschmückt von drei idyllischen Almhütten, prächtigen Pinzgauerkühen und stimmungsvoller Musik zeigte sich die Mordaualm einer begeisterten Wandertruppe im wahrlich schönsten Kleid.

Der Beginn der Veranstaltung war zugleich ein Höhepunkt – Pater Dr. Anton Dimpflmaier sprach in einem sehr berührenden Gottesdienst vom Segen Gottes, der in unserem täglichen Tun „Hand und Fuß" bekommen soll.
„Die Herausforderungen unserer Zeit mit all ihrer Schwere, aber auch ihren Möglichkeiten laden ein, unsere Verantwortung wahrzunehmen und mit unserem Tun zum Segen für andere zu werden", meinte der brillante Redner, der als Direktor des Instituts für Lehrerfortbildung am Kloster Gars am Inn gewiss ein großer Segen ist!
Dimpflmaier brachte zum Ausdruck, wie wichtig Menschen sind, die nicht nur hinschauen, sondern anpacken und dankte Familie Koller, die mit ihrem „Anpacken und Bereitsein" den Grundstein für den wertvollen, gemeinschaftlichen Tag gelegt hat.

Nach der seelischen Stärkung folgte die kulinarische – wartete in der Hütte schon ein kaum überschaubares Buffet mit bester Almjause und selbstgemachten Kuchen, Krapfen, Almnüssen....
Vorher durfte Christian Dullnigg die große Besucherschar auf der Mordaualm willkommen heißen und verlieh seiner Freude ob des herrlichen Almsonntages großen Ausdruck.
„Einer Familie, die derartiges schafft und seit jeher zu den Pinzgauern steht, gebührt höchste Anerkennung und Wertschätzung – bedarf es schließlich größten Zusammenhalts und eines steten, gemeinsamen Zieles", meinte der Obmann der ARGE Pinzgauer.

„Ohne meine Frau würde gar nichts gehen", mit diesen Worten eröffnete Almbauer Josef Koller liebevoll die Vorstellung des Familienbetriebes, welcher nur durch den enormen Fleiß von Sepp, seiner Frau Kathi und den Kindern Matthias, Franz und Katharina sowie im Wesentlichen auch dank der fleißigen Sennerin Anja so erfolgreich geführt werden kann. 
Der Hof von Familie Koller, Hinterkeilhof wird im Nebenerwerb geführt, pendelt Sepp als Mitarbeiter der Gesundheitskasse AOK täglich nach Bad Reichenhall zur Arbeit. Als weiteres Standbein dienen drei Ferienwohnungen am heimatlichen Hof in Bischofswiesen, deren gute Auslastung die Qualität eines Urlaubes am Hinterkeilhofgut klar zum Ausdruck bringen!

Mit dem Bau des großzügigen Almgebäudes 2016 erhielten nicht nur die Kühe eine komfortable Bleibe, auch die Hütte wurde den heutigen Erfordernissen angepasst. In der lieblichen Ausführung des Hinterkeilhof-Kasers kommt die Philosophie von Familie Koller unübersehbar zum Vorschein, indem nicht nur der praktische Arbeitsplatz im Vordergrund steht, sondern auch das Wohl des Menschen, das sich in einer gemütlichen, mit Liebe erfüllter Behausung zeigt!

Die größte Erleichterung für die drei Almbauern brachte mit Sicherheit die Wasserversorgung, die zeitgleich mit dem Hüttenbau erfolgte. Mit der Verlegung der Wasserleitung und dem Anschluss an das Gemeindenetz Ramsau waren die Sorgen der Wasserbeschaffung Geschichte, musste vorher jeder Liter kostbares Nass im Behälter zur Alm geschafft werden.
Während ca. 30 Kühe (davon 16 Pinzgauerkühe vom Hinterkeilhof) und einige Kälber die „Niederalm Mordau" auf 1.200 m beweiden, nutzt das Jungvieh die Weiderechte der höher gelegenen „Lattenbergalm", insgesamt stehen ca. 400 Wald- und rund 40 ha Lichtweide zur Verfügung. Der Großteil der Almmilch wird an die Berchtesgadener Land-Molkerei geliefert, der Rest zu verschiedenen Sorten von köstlichem Frisch- und Schnittkäse verarbeitet.

Für feierliche, musikalische Umrahmung sorgte nicht nur eine Abordnung der Ramsauer Blasmusik, pünktlich zur Mittagsstunde war plötzlich auch herzerwärmendes Glockengeläut zu vernehmen, welches das Eintreffen einer prächtigen Pinzgauer-Kuhherde ankündigte – nämlich jener, die den wertvollen Rohstoff für Anjas köstliche Almkäseauswahl liefert!
Mit viel Aufmerksamkeit und Anerkennung wurde die qualitative Milchkuhherde der Familie Koller inspiziert und mancher erlebte ein freudiges Wiedersehen mit einer Kuh, die vor Jahren noch im Salzburger Land gestanden hat!

Das ungemein gemütliche Beisammensein erlebte den Höhepunkt, als Almbäuerin Kathi und Tochter Katharina alte Almlieder anstimmten und mit ihren begnadeten Stimmen für manche Gänsehaut sorgten. Der immense Wert dieser Darbietungen zeigt sich nicht nur in der berührenden Unterhaltung, sondern vor allem im Bewahren und Weitertragen von kostbarem, alten Liedgut, das durch diese Weise Generationen überleben kann – Vergelt’s Gott dafür!

Bevor sich die letzten Almgeher von der Mordau verabschiedeten, blieb noch Zeit für ein schönes Erinnerungsfoto – eines, das nicht nur die fleißige Bauersfamilie vom Hinterkeilhof versammelte, sondern auch eine ganze Gruppe von wohlgesonnenen Menschen, deren Anliegen es war, den Pinzgauer-Almtag auf der Mordau zu einem besonderen werden zu lassen!

Uns bleibt nur, aufrichtig Vergelt’s Gott zu sagen – für einen unvergesslichen Tag in Gottes wunderbarer Schöpfung und in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und Freunden – danke dafür!

Ein großes Danke gilt auch dem Rinderzuchtverband Traunstein, im Besonderen an Tim Höbel und GF Rudi Maierhofer, die es möglich machten, dass wir nach vielen Jahren wieder eine Pinzgauer Almwanderung in Bayern organisieren durften!

Christina Sendlhofer

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