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Pinzgauer-Almwandertag 2025

Die erste Begegnung auf der Knuttenalm gehört der Pinzgauer-Milchkuhherde von Familie Ebenkofler, Oberpichler in Ahornach.
Obmann Hannes Hofer und GF Florian Neumayr dürfen Familie Ebenkofler im Namen der ARGE Pinzgauer ein kleines Erinnerungspräsent überreichen.
Diakon Günther Rederlechner sprach von der unersättlichen Gier des Menschen nach Geld, welche unsere Zeit im Griff zu haben scheint!
Ein wahres Juwel inmitten des Tauferer Ahrntales - die Knuttenalm im Besitz von 13 Bauern.
Ein begnadeter Redner und anerkannter Funktionär - Alberich Hofer, Obmann des Südtiroler Rinderzuchtverbandes!
Ein schönes Miteinander, getragen von Menschen aus allen Richtungen, einem wunderbarem Ziel und schützendem Dach!

Gelebte Almwirtschaft auf der Knuttenalm!

"Berglandwirtschaft kann man nicht lehren, sie muss man leben!"- treffender hätten die Worte von Alberich Hofer, Obmann des Südtiroler Rinderzuchtverbandes und passionierter Bergbauer aus dem Passeiertal  in seinen Grußworten anlässlich des Pinzgauer-Almwandertages 2025 nicht sein können.

Mit dem Ziel - der Knuttenalm im Tauferer Ahrntal, wurde nicht nur ein prächtiges  Almgebiet ausgesucht, es stand mit Familie Ebenkofler, Oberpichler auch ein besonderer Pinzgauer-Zuchtbetrieb im Zentrum einer gelungenen Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Rinderzuchtverband sowie der ARGE Pinzgauer.
Dementsprechend groß war das Interesse der Teilnehmerschar, die aus allen Teilen Österreichs, Bayern, vielen Züchterkollegen aus Südtirol sowie einem Vertreter der Schweizer Pinzgauerzüchter für ein wunderbares, gemeinschaftliches Bild sorgte!

Würdige Andachtsfeier eröffnet den schönen Almtag
Diakon Günther Rederlechner aus Sand in Taufers sorgte mit seiner Andacht nicht nur für einen feierlichen Einstieg in den schönen Almtag, er fand auch durchaus mahnende Worte in einer Zeit, wo Geld zum zweiten Herrgott verkommen sei. „In dieser wunderbaren Schöpfung, in der alles perfekt angelegt ist, sind wir aufgefordert Mitverantwortung zu tragen und dorthin zu schauen, wo wir gebraucht und gesucht sind“,  so die Botschaft des begnadeten  Seelsorgers.

Knuttenalm – ein staatenübergreifendes Almgebiet
Den offiziellen Grußworten vom Obmann der Südtiroler Pinzgauerzüchter, Siegfried Gatterer folgte Alois Eppacher, Obmann der Interessentschaft Knuttenalm mit der Vorstellung der Gemeinschaftsalm. Die Ausdehnung von insgesamt 470 ha Weidefläche betrifft mit 14 ha auch österreichisches Land, das hinter dem „Klammljoch“ auf Osttiroler Seite im Defereggental liegt.
13 Bauern teilen sich das schöne Almgebiet, das zwischen 1.750 und 2.200 m Seehöhe liegt und mit ca. 240 Stück Vieh bestoßen wird. Fünf der Almbauern treiben ihre Milchkühe auf, welche von Anfang Juni bis Mitte Oktober einen langen Sommer genießen dürfen.
Entscheidend für die Milchgewinnung auf der Knuttenalm ist das eigene E-Werk, das mit einer Leistung von 50 kW für eine ausreichende Energieversorgung sorgt, sowohl für den gastronomischen Zweck (die im Besitz der Almgemeinschaft befindliche Jausenstation ist verpachtet), als auch für den landwirtschaftlichen Bereich. 
18 Pinzgauerkühe von Familie Ebenkofler waren auch die ersten, die sich der begeisterten Wandergruppe zur Schau stellten und nicht nur ihre Qualität, sondern auch die Leidenschaft von Altbauer Seppl Ebenkofler zum Ausdruck brachten, der sich seit seiner Pensionierung mit größter Hingabe und enormen Fleiß der Almwirtschaft verschrieben hat.

Erfolgreiches Generationenprojekt der Familie Ebenkofler
Martin Ebenkofler wusste dies in seinen Worten zu würdigen, als er seinen Eltern und auch seiner Frau Barbara für die unbezahlbare Unterstützung dankte, weil eine derartige Bewirtschaftung nur im Verbund einer Großfamilie zu stemmen ist. Was 2019 mit der Modernisierung und Erweiterung des Almstalles begann, setzte Seppl in den darauffolgenden Jahren mit dem Umbau des Wohntraktes fort, der sich dank seines handwerklichen Geschicks zu einer unglaublich lieblichen und gern besuchten Oase verwandelt hat.

Almwirtschaft hat Zukunft!
Hans Berger
, der als ehemaliger Landesrat einige der landwirtschaftlichen Weichenstellungen auf den Weg bringen konnte, freute sich über die Einladung zum Pinzgauer-Almwandertag und verkündete in freudigen Worten, dass es die Bauern sind, die mit größtem Einsatz zeigen, dass die Almwirtschaft lebt!
„Was es heißt, Vieh zu halten und Tradition zu leben, weiß niemand besser als unsere Bauern und so wichtig es ist, Traditionen zu bewahren, so unerlässlich ist es, Entwicklungen zuzulassen“, verlautete Berger und dankte Familie Ebenkofler, die sich nicht nur für die Almwirtschaft, sondern auch für eine gute Zukunft der Pinzgauerrasse starkmache!

Ebenso optimistisch zeigte sich  Alberich Hofer, was die Zukunft der Alm- und Berglandwirtschaft anbelangt. „Es lohnt sich, hin und wieder laut aufzuschreien, weil es unsere Pflicht ist, aufzuzeigen wie Almwirtschaft gelebt werden muss, und nicht wie es sich die Gesellschaft in ihren Träumen vorstellt!“, so der überzeugte, rhetorisch brillierende Bauer, der sich mit aller Kraft für eine gute und große Zukunft seiner Berufskollegen einsetzt!

Erheblichen Anteil zum Gelingen des Tages leistete das Team aus Jungzüchtern und dem Züchterausschuss, das in vorbildlicher Manier für die kulinarische Verpflegung sorgte und niemand hungrig oder durstig zurückließ.
Zu allerletzt sorgte diese Mannschaft auch noch dafür, dass die große Besucherschar wieder halbwegs trocken ins Tal kam, als der Himmel seine Schleusen öffnete und sich die angekündigte Wetterfront bemerkbar machte. Diese tat der guten Stimmung keinen Abbruch, handelt es sich dabei wohl um den größten Segen für die Natur und für ein Durchatmen nach der Hitzewelle der vergangenen Tage.

Was bleibt, ist ein wunderbarer Eindruck eines Almtages, der sich in jeder Hinsicht lohnte und Grund gibt, allen Beteiligen größten Dank auszusprechen – in erster Familie Ebenkofler für die Bereitschaft, mit ihrem kostbaren Almjuwel auf der Knuttenalm den Rahmen für einen überaus bereichernden und gemeinschaftlichen Tag zu bilden!

Vergelt’s Gott allen, die diesen Tag mit viel Einsatz und Freude möglich machten und für ein großartiges Miteinander inmitten Gottes wunderbarer Schöpfung sorgten!

Christina Sendlhofer 

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