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Pinzgauer-Almwandertag 2026

Pinzgauer-Almwandertag 2026
Sehen dem Tag ganz unaufgeregt entgegen - die kaum zählbaren Schüttgut-Kühe, die von klein auf im Wolfbachtal sömmern,
Stehen an der Front des Schüttguts - Melkermeister Hermann Egger und Verwalter Christoph Schernthaner, der in perfekter Manier die Almwirtschaft im Wolfbachtal erklärt.
Labg. Hans Scharfetter als Weltpräsident der Internationalen Pinzgauer-Vereinigung sowie ARGE Obmann und RZV-Vorstandsvorsitzender Hannes Hofer würdigen Hermann Eggers Verdienste um das Schüttgut und die Pinzgauer-Rasse.
Zuchtexperten der nächsten Generation - Jungzüchter-Obmann Gabriel Riedlsperger und sein Stellvertreter Stefan Egger gratulieren den Gewinnern in der Juniorklasse - Franz Fritzenwallner junior und Jakob Hofer. (nicht im Bild Andreas Steger)
Unbedingt einladend - der Platz, der normalerweise dem Milchsammeltransporter gehört, zeigt sich als wunderbarer Festplatz!
Ein gelungener Tag, getragen von einem Team, das sich größte Wertschätzung verdient!

"Dem Wettbewerb immer einen entscheidenden Schritt voraus" – Porsche-Maxime gilt auch für die Almwirtschaft im Wolfbachtal!

Mit großen Worten des Dankes an Familie Egger und einer sichtlichen Freude ob des enormen Andranges eröffnete Schüttgut-Verwalter Christoph Schernthaner den Pinzgauer-Almwandertag 2026, der trotz hoher Temperaturen unzählige  Züchterfamilien und Alm-Interessierte von Vorarlberg bis Oberösterreich, aus Kärnten, Steiermark sowie Südtirol anzog und mit voller Pracht die Schönheit unserer Schöpfung unterstrich! 

Vorstellung der Almwirtschaft im Wolfbachtal
Das Wolfbachtal, das sich über ein 10 km langes Hochtal und Moorgebiet mit einer Gesamtfläche von 2.500 ha erstreckt, wurde bereits im 17. Jahrhundert erwähnt, als für die Saline in Hallein Holz geschlägert und per Salzach verfrachtet wurde.
Richtungsweisend für die Bewirtschaftung des Wolfbachtales gestaltete sich die Maßnahme zur Aufforstung eines Zirbenwaldes in den späten 1970er- bis 80er-Jahren, der eine zu 90% geförderte Wegerschließung bis zu den Hochalmhütten vorausging.

Was mit dem Kauf der Bräualm 1941 von Ferdinand Porsche begann, vergrößerte und entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem „Almprojekt“ mit ca. 500 ha Ausdehnung, das auf einer Höhenlage ab 1.300 m Seehöhe Grundlage für die aktuell 249-köpfige Pinzgauer-Rinderherde des Schüttguts bietet und von Hermann Egger und seiner Frau Karin, zwei Praktikanten sowie den Hochalmsennleuten Anna und Franz Herzog in vorbildlicher Weise gemanagt wird.
Waren 1996, als Christoph Schernthaner die Verwaltung des Schüttguts übernahm, zehn Milchbauern, so sind es heute noch fünf, die das Wolfbachtal mit Milchkühen bestoßen, insgesamt teilt sich das ca. 2.500 ha große Almgebiet auf 23 Mitglieder.

Wie hoch der Anspruch Hermann Eggers in seiner täglichen Arbeit ist, erklärt sich nicht nur in seiner Bekanntheit, sondern zeigte sich einmal mehr beim Blick auf die 101-köpfige Milchkuhherde, die nicht umsonst zu den führenden in der Pinzgauerzucht gehört und Bestätigung für einen Menschen ist, für den Arbeit nicht Aufgabe, sondern Berufung und Leidenschaft zugleich ist!
Dass dies unbestritten viel der Leidenschaft und Selbstlosigkeit bedingt, wenn der Wecker täglich um 3.00 Uhr nachts das Aufstehen und mindestens 2,5 Stunden Melkzeit fordert, während die meisten noch im Tiefschlaf liegen, ist nur zu verständlich und verdient gebührenden Respekt.

Dank und Anerkennung für die Arbeit eines Berufenen
Was Hermann Egger und seine Familie hier seit Jahren leisten, ist schwer zu beschreiben und verdient höchste Anerkennung.  Es ist mir eine große Ehre, heute hier sein zu dürfen und ich kann dem gesamten Schüttgut-Team nur danken für diese Form der gelebten Almwirtschaft“,  treffender hätten die Worte des Pinzgauer-Weltpräsidenten, Labg. Hans Scharfetter nicht sein können, die Hannes Hofer, Vorstandsvorsitzender der Rinderzucht Salzburg sowie Obmann der ARGE Pinzgauer nur bestätigen konnte.

Würdige Andacht
Den unschätzbaren Wert von Wasser als Grundlage allen Lebens rief Pastoralassistentin Brigitte Steidele in ihrer Andacht ins Bewusstsein. Was in Zeiten des Überflusses als selbstverständlich gilt, gewinnt angesichts der zunehmenden Trockenheit mehr und mehr an Bedeutung und zwingt uns zur Demut vor der Schöpfung, weil die Natur stärker ist als der Mensch!

Tierbeurteilungswettbewerb
Für den fachlichen Input sorgten in gewohnter Weise die Jungzüchter mit einem Tierbeurteilungswettbewerb, der auch dieses Mal unterstrich, dass sich Sieger nicht zufällig ergeben, sondern Talent und Können bedingen.
Gratulation den Preisträgern, die sich über ansprechende Preise in Form von Einkaufsgutscheinen für Pinzgauer-Genetik freuen durften!

Juniorklasse:
1. Franz Fritzenwallner jun.
2. Jakob Hofer
3. Andreas Steger

Seniorklasse:
1. Richard Hochleitner
2. Franz Fritzenwallner
3. Christoph Scharler


Umrahmt von stimmigen, musikalischen Klängen, köstlich Gegrilltem und himmlischen Mehlspeisen sorgte ein großartiges „Schüttgut-Team“  für wahre Feststimmung und ein besonderes Gefühl des Willkommenseins, das viele noch sitzen ließ, als die Kühe sich bereits geduldig am Warteplatz versammelten, weil die Melkzeit schon wieder angebrochen war…

Die rasante Entwicklung des Schüttguts, welche Sinnbild und Gütesiegel für den Namen Porsche ist, spricht für sich, steht und fällt unbestritten aber mit den Familien Egger und Schernthaner, die seit 25 bzw. 30 Jahren Verantwortung für Wohl und Gedeih dieses landwirtschaftlichen Vorzeigebetriebes tragen.
Ihrem steten Streben und ihren Visionen zufolge könnte es sich dabei gut und gerne um echte Porsche-Nachkommen handeln und weil nicht nur die Leidenschaft für Autos, sondern auch jene für Kühe vererblich ist, ist mit Stefan und Andreas Egger sowie Philipp Schwaiger als unentbehrlicher Mitarbeiter die nächste Generation der „Kuhnarrischen“ glücklicherweise schon am Start und gibt Zuversicht für eine erfolgreiche Weiterentwicklung in der Pinzgauerzucht!

Allerletzt bedarf es größter Danksagung und Wertschätzung für die Bereitschaft, Einblick in derartige Konzepte und Entwicklungen zu geben und gleichzeitig Gastgeber zu sein – mit dem Lohn eines wunderbaren und gemeinschaftlichen Tages, der mit Geld nicht zu bezahlen ist, weil der größte Wert im Miteinander liegt – Vergelt’s Gott dafür!

Christina Sendlhofer

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