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Pinzgauer Almwanderung auf die Hubalm in Hüttschlag

Ein lohnendes Ziel - die Hubalm der Familie Gruber, Reitbauer in Hüttschlag
Spuren der Verwüstung zog ein kräftiges Unwetter am Vortag
Traunsteiner ZüchterInnen entern die Hubalm!
Gehen wir rauf oder warten wir bis uns Thomas Sendlhofer die Kühe zutreibt?
Die ruhige Herde lässt sich durch die bayerischen Besucher nicht beeindrucken
Sämtliche Haustiere des Reiterbauern genießen den Sommer auf der Alm

Bayerische Pinzgauer-Züchter auf Wandertour im Großarltal!

Etwa 40 Traunsteiner Züchter, Halter und Freunde des Pinzgauerrindes folgten am 20. Juli 2012 der Einladung des Fachausschusses Pinzgauer vom Rinderzuchtverband Salzburg zu einer Almbegehung.

Ziel war die Hubalm im Großarltal von Rupert und Greti Gruber, Reitbauer in Großarl.  Am Ortsanfang von Hüttschlag wurden wir vom Fachausschußobmann ÖR Hans Hirscher empfangen. Er hatte sich mit seinem Auto so postiert, dass er nicht übersehen werden konnte. (Es ist sowieso schwer den Hirscher Hans zu übersehen.) Perfekt hatte er wieder einige Gelände gängige Autos organisiert, so dass auch „fußkranke“ Fahrtteilnehmer auf die Alm kamen. Dies war nicht selbstverständlich. Am Vortag abends hatten sie einen Starkregen für das Großarltal angeordnet, um das Tal frisch gewaschen uns vorzustellen. Der Weg auf die Alm wurde bei diesem Großreinemachen in Mitleidenschaft gezogen, war aber bereits am Vormittag wieder repariert. Die Gewalt eines entsprechenden Gewitters in den Bergen konnte noch bei einigen Auswaschungen und Treibholz in dem  angrenzenden Bergbach beobachtet werden.   

Die meisten Fahrtteilnehmer wollten sich jedoch die Almwanderung nicht entgehen lassen. Obwohl Regenfälle angekündigt waren, hatten wir am Vormittag schon mal Glück. Der Aufstieg bei gemäßigten Temperaturen über einen Steig war sehr abwechslungsreich. Nach etwa 90 Minuten Wandern war unser Ausflugsziel erreicht. Die gereichte Brotzeit mit vier verschiedenen Käsesorten, Salami, Speck und Butter aus eigener Produktion auf der Hubalm mundete allen Pinzgauerzüchtern. Ein besonderes Schmankerl stellte dabei der gereichte Sauerkäse dar.

Nach der Brotzeit dauerte es etwas, bis sich alle Almwanderer aufrafften, um die Pinzgauer Kühe zu begutachten. Rupert und Greti Gruber halten auf der Alm 16 Pinzgauerkühe, die von Sohn Rupert hauptsächlich betreut werden. Bei der mittelrahmigen, reinrassigen Herde an Pinzgauerkühen bestachen die sehr guten Fundamente der Tiere. Auch das Aushängeschild der Herde die Bundessiegerkuh Sondl zeigte sich in ihrer ganzen Eleganz.

16 Kühe zu melken bei Weidehaltung, hört sich als gemütliche Tätigkeit an. „Nebenbei“ gilt es aber noch die Milch zu Butter und Käse zu verarbeiten, 100 Jungtiere und Pferde auf der Hochalm zu betreuen. Über 300 ha Almfläche müssen offen gehalten werden und 70 ha Bergwald ist zu bewirtschaften. Die freundliche Aufnahme und Bewirtung der Wanderer mit Brotzeit geht auch nicht von selbst. Langeweile dürfte bei der Familie Gruber nicht aufkommen.        

Bei der Besichtigung der Herde fing es zu regnen an, sodass die bayerischen Züchter danach schnell in die Hütte zurückdrängten. Volle Tische in der Hütte sorgten für eine lustige Kaffeepause mit Kuchen und „Ausgezogenen“. Der Obmann des Rinderzuchtverbandes Traunstein Franz Hasholzner bedankte sich bei der Reitbauernfamilie und Hans Hirscher stellvertretend für die freundliche Aufnahme und Bewirtung. Kurz vor vier  Uhr nachmittags nutzten wir eine Regenpause um trocken und sogar bei etwas Sonnenschein wieder ins Tal zu wandern. Dass es auf der Heimfahrt im Bus Dauerregen gab, war zweitrangig.

Rudolf Maierhofer  

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