Pinzgauer Herbststiermarkt
Der diesjährige Herbststiermarkt verzeichnete wieder ein großes Angebot - 47 Stiere wurden zum Verkauf angeboten.Bei der Kürung am Mittwoch wurden 25 Stiere in die Zuchtwertklasse A, 19 Stiere in Kürklasse B sowie 3 Stiere für die Mutterkuhhaltung klassiert.35 der angebotenen Stiere waren reinrassig.Üblich für den Saisonhöhepunkt der Pinzgauer füllte sich die Versteigerungshalle zum Auftakt der Veranstaltung bis zum letzten Platz - mit Spannung erwartete man den Beginn.Hans-Peter Langbrandtner, Hochberg aus Taxenbach hatte die Ehre mit RONY, einem schönen, korrekten Ritz-Sohn, den Ring als Erster betreten zu dürfen und wurde sogleich mit einem Spitzenpreis von € 2.980,-- belohnt. Ihm folgte Andreas Geisler, Handl aus Krimml mit SAX (V:Saturn) mit einer mutigen Entscheidung - beim letzten Gebot von € 2.580,-- winkte er entschieden ab - ein neuerlicher Versuch als Schlusslicht der A-Stiere brachte ihm den stolzen Preis von € 2.920,-- ein. (Man sollte eben niemals zu bescheiden sein....) Den absoluten Höchstpreis erzielte die Kat. Nr. 31, der Stalin-Sohn STAR von Matthias Blaickner, Ein den in Mittersill. Der viel versprechende Zuchtstier wurde von Oberhollenzer Ferdinand, Duxer aus Krimml angekauft.Schlussendlich wurden 40 Stiere verkauft, der Durchschnittspreis bei den A-Stieren lag bei € 2.332,17 , bei den B-Stieren bei € 1.507,33 und bei den Stieren für die Mutterkuhhaltung bei € 1.435,00.Die Versteigerung der Kühen gestaltete sich etwas zögerlich, leider ist diese unzufrieden stellende Preisentwicklung beim Herbststiermarkt in den letzten Jahren bereits zu verfolgen. Den Bestpreis bei den Kühen teilten sich zwei Züchter - Matthäus Hochfilzer, Ginsberg aus Going/T. und Fritz Voithofer, Torlehen aus Stuhlfelden erhielten jeweils € 2.000,-- für ihre leistungsbetonten Kühe.Matthäus Hochfilzer war gleich zweimal erfolgreich - er hatte auch bei den Kalbinnen den Höchstpreis mit € 2.120,--, ein weiterer Spitzenpreis von € 2.040,-- ging auf das Konto von Lindner Stefan, Schörgerer aus Oberndorf/T.Die Durchschnittspreise gestalteten sich wie folgt:Kühe in Milch:I: 1.600,00IIa: 1.571,43IIb: 1.248,57III: 1.200,00Nutzvieh: 860,00Durchschnitt Gesamt: 1.447,56Kalbinnen in Milch:IIa: 1.478,75IIb: 1.082,22III: 720,00Nutzvieh:1.200,00Durchschnitt Gesamt: 1.308,15Kühe trächtig:IIa: 1.470,00IIb: 1.000,00Nutzvieh:1.086,67Durchschnitt Gesamt: 1.200,00Kalbinnen trächtig:IIa: 1.394,29IIb: 1.000,00Durchschnitt Gesamt: 1.345,00Die traditionelle Pinzgauer Züchtertagung, die am Mittwoch Abend im Gasthof Post statt fand, stand heuer im Zeichen der Internationalen Pinzgauer Zucht. Nach dem Tätigkeitsbericht von Obmann Günther Heim und GF Christian Dullnigg referierte der designierte Präsident der IPCBA, Hans Scharfetter über Rückblick und Ausblick der weltweiten Pinzgauer Zucht. Anschaulich stellte er den Aufbau der Pinzgauer Population auf der ganzen Welt dar und erwähnte seinen verstorbenen Vorgänger Dr. Gerhard Holz-Dahrenstaedt als "Grüändungsvater der Internationalen Pinzgauer Zucht". Scharfetters Anliegen ist es, die Kontakte mit allen Ländern zu intensivieren und den Austausch mit den Mitgliedsstaaten zu fördern. Im Anschluss wurde vier Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um die Pinzgauer Zucht gemacht haben, eine Ehrung zuteil.Astl Franz, Seetalbauer aus Hollersbach - als Züchter des Spitzenvererbers RATAlfons Ebenkofer, Oberpichler aus Ahornach/Südtirol - für seine Treue zum Pinzgauer Rind sowie seine züchterischen SpitzenleistungenAnton Gehmacher, Hub aus Siegsdorf/Bayern - für die Zucht seiner Bayernsiegerin ZITTA anlässlich des ZLF in MünchenHerbert Seebacher, Kerschbaumer aus Haus/Ennstal - für seine Verdienste um die Zucht und Erhaltung der Rasse in der SteiermarkDie ARGE Pinzgauer gratuliert den Geehrten ganz herzlich und bedankt sich für ihren enormen Einsatz zum Wohle der Pinzgauer Rinderzucht.Christina Sendlhofer