Zum Hauptinhalt springen

Pinzgauer-Informationstag im Westen

Freute sich mächtig, nach sechs Jahren wieder Gastgeber sein zu dürfen - Sepp Ellgass!
Freute sich mächtig, nach sechs Jahren wieder Gastgeber sein zu dürfen - Sepp Ellgass!
Die Plätze reichten nicht für alle aus (alle anderen trennte aber nur eine Glasscheibe;)
Die Plätze reichten nicht für alle aus (alle anderen trennte aber nur eine Glasscheibe;)
Beeindruckend - das Fundament der 1a-Küche - die Pinzgauer!
Beeindruckend - das Fundament der 1a-Küche im Restaurant Ellgass - die Pinzgauer!
Sepp Ellgass ist nicht nur Bauer aus Leidenschaft, er kocht auch wie ein Profi!
Sepp Ellgass ist nicht nur Bauer aus Leidenschaft, er kocht auch wie ein Profi!
und ein perfektes Vatertier!
und ein perfektes Vatertier!

Der bereits traditionelle "Bodenseetag" übertraf alle Erwartungen!

Dass die Pinzgauer nicht nur was fürs Auge sind, bewies die 7. Auflage des 2013 ins Leben gerufene Treffens für alle Pinzgauerzüchter rund um den Bodensee.

Eindrucksvoll wurde sichtbar, dass sich im Westen nicht nur die Zahl der interessierten und praktizierenden Pinzgauerzüchter von Jahr zu Jahr steigert, sondern auch die Philosophie dieser Menschen eine ganz besondere ist.
Mehr als sechzig Besucher aus Vorarlberg, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland folgten der Einladung ins Hotel Ellgass nach Eglofs und verlebten einen gemeinsamen Tag unter Gleichgesinnten, Bekannten und Freunden sowie vielen neu Hinzugekommenen.

Sepp Ellgass, Gastgeber und Hausherr des Hotel Ellgass freute sich in seiner emotionalen Begrüßung über die schier unglaubliche Entwicklung dieser Zusammenkunft, die auf den Tag genau vor sechs Jahren am gleichen Ort seinen Anfang nahm.

Im Anschluss an die Vorstellung der aktuellen Besamungsstiere durch Zuchtberater Thomas Sendlhofer
stellte sich die neue Geschäftsführerin der ARGE Pinzgauer, Marlene Berger vor und ließ anhand einer schönen Präsentation das "Pinzgauer-Jahr 2018" Revue passieren.
Die vielfältigen Veranstaltungen im In- und Ausland und natürlich im Besonderen der Internationale Pinzgauer-Kongress mit der abschließenden Länderschau im April gaben eindrucksvoll Zeugnis über die unzähligen Aktivitäten im letzten Jahr.

Pinzgauer sind nicht nur fürs Auge schön - Referat von Sepp Ellgass
Er freue sich, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, welche schließlich etwas Besonderes habe -
nämlich ein "Rind der Emotionen", meinte der Bauer und Hotelier Sepp Ellgass in der Einführung seines Referates, das die 10jährige erfolgreiche Veredelung seines Qualitätsproduktes näher bringen solle.

Vom Restaurant zum Hotel
Die Entwicklung vom ursprünglichen Restaurant mit traditioneller, bäuerlicher Kost zum Vorzeigehotel war eine durchaus überlegte.
"Ein Hotel mit einem guten Restaurant ist etwas gesuchtes und gemeinsam im Team einer starken Familie ist es zu stemmen", meinte der begnadete Gastwirt, der sich immer wieder auf seine Grundlage, der Landwirtschaft und seiner Qualitätsrinder beruft.
"Ethisch und gesellschaftlich ist es mehr als fragwürdig, nur Steak zu essen", mahnte Ellgass und verdeutlichte sein Ziel, in naher Zeit ausschließlich Fleisch aus eigener Zucht auf das Tellerzu bringen.
Seit eh und je versucht der ausgezeichnete Koch sämtliche Teile bestmöglich zu veredeln und kreiert mit Hilfe seiner brillanten "Küchen-Verstärkung" köstlichste Gerichte von Zunge, Innereien, Beinscheibe etc.

Mit Qualität zum Erfolg
Höchste Ansprüche verfolgte Ellgass nicht nur während seiner "Braunvieh-Hochleistungskarriere", sondern auch beim Wechsel in die Fleischrinderproduktion, weil es eben einer bestmöglichen Basis bedarf, um erfolgreiche Zucht betreiben zu können.
"Ein Drittel meiner Kuhherde ist derzeit im Alter von 9 bis 13 Jahren und bringt somit die bekannten Attribute der Pinzgauer-Rasse wie Fitness, Langlebigkeit und Fruchtbarkeit deutlich zum Ausdruck",
zeigte sich Sepp Ellgass erfreut.
Neben einem ordentlichen Rahmen und bestem Fundament legt Ellgass Wert auf eine anprechende Milchleistung,
treten seine Kühe auch nicht selten in den begehrten Ammendienst!

Mit Konsequenz verfolgt Familie Ellgass nicht nur den Einsatz von genetisch hornlosen, fleischbetonten und  charakterlich einwandfreien Zuchtstieren, sondern auch die Haltung seiner "Schlacht-Auswahl". So erfolgt in der Endmast eine optimale Zufuhr an Kraftfutter, welche eine hervorragende Fleischqualität mit entsprechender Marmorierung, Zartheit und Saftigkeit garantiert!

Die unbestrittene Qualität dieses Rohstoffes in Verbindung mit feinster Kochkunst konnten die Teilnehmer anhand der verschiedensten Mittagsgerichte schmecken und im Anschluss luden Felix, Sepp und Astrid zum Verdauungsspaziergang in das Refugium der Vierbeinigen, das 2015 neu erbaut wurde.
Beeindruckend zeigte sich nicht nur die Kondition der Pinzgauerherde, sondern im Besonderen der Charakter, indem die Ruhe der Rinder schlichtweg eine faszinierende ist.
Dass diese Atmosphäre natürlich auch dem speziellen Umgang des Hauptverantwortlichen, nämlich Jungbauern Felix Ellgass geschuldet ist und der Tatsache, dass es sich hierbei um Menschen handelt, die sich mit aller Kraft und größter Verantwortung um das Wohl unserer Schöpfung annehmen, war unschwer zu erkennen.
Für diesen, ihren Weg gebührt Familie Ellgass größter Respekt und höchste Wertschätzung!

Die Gastfreundschaft von Sepp und Astrid kam noch einmal zu tragen, als sie noch einmal ins Restaurant einluden, um den schönen und interessanten Tag bei einem gemütlichen Kaffee abzuschließen.
Die gute Stimmung unter den vielschichtigen Menschen und das Resümee, dass sich diese Zusammenkunft einmal mehr als eine lohnende erwies, geben uns Bestätigung, dass es solche Treffen braucht, um sich Jahr für Jahr auszutauschen und wiederzusehen!

Also - danke für euer Dabeisein und wir freuen uns auf eine Fortsetzung im Jänner 2020!

Christina Sendlhofer

Zurück