Pinzgauer-Informationstag in Oberschan/Schweiz
Reges Interesse beim "Aktionstag Bodenseeraum"
Der 2013 ins Leben gerufene Aktionstag fand heuer seine Fortsetzung in der Schweiz. Gut 30 Interessierte trafen sich im Bergrestaurant der Familie Tischhauser in Oberschan, einer kleinen Gemeinde im Kanton St. Gallen gegenüber dem Freistaat Liechtenstein.
Glücklicherweise waren die Vortage von sehr warmer Föhnströmung geprägt und somit war die Zufahrt trotz Schneefalls in den Nachtstunden problemlos möglich.
Nach einer kurzen Begrüßung stellten sich die Teilnehmer selbst kurz vor und berichteten von ihrenErfahrungen mit den Pinzgauern. Dabei kamen die Vorzüge der Rasse ganz gut ins Blickfeld. Die Pinzgauer werden sowohl in Milch- als auch in Mutterkuhbetrieben gehalten, wobei einige Betriebe ausschließlich Pinzgauerrinder halten.
In einem Kurzvortrag informierte Zuchtberater Thomas Sendlhofer über das aktuelle Verbands- und Zuchtgeschehen und erklärte im Anschluss das lineare Bewertungssystem der Nachzuchten und die Stiermutterbedingungen.
Mathias Kinberger, GF der ARGE Pinzgauer erläuterte in seinem Statement die Zuchtwertschätzung, die sich stetig weiterentwickelt und hoffentlich auch in naher Zukunft für Pinzgauer die genomische Schätzung möglich macht.
In einem weiteren Programmpunkt wurden die derzeit in der Ausgabe befindlichen geprüften Besamungsstiere vorgestellt, sowie das Programm der im Spätsommer in Italien - Südtirol stattfindenden internationalen Pinzgauer-Direktoriumssitzung, das auch einige touristische Highlights bietet.
Mit Bekanntgabe der Termine für die nächste Zeit, insbesondere der Bundessrasseschau in Ansbach/Bayern sowie der „Tier und Technik" in St.Gallen und der Präsentation einer Fotoschau der Aktivitäten der Jungzüchter aus dem vergangen Jahr rundeten die Veranstaltung ab.
Nach einem vorzüglichen Mittagessen nahm man gerne die Einladung zu einem Betriebsbesuch bei Irma und Michael Freuler an, die mit ihrem Betrieb auf knapp 1000 m liegen. Sie bewirtschaften eine kleine Landwirtschaft mit einigen Mutterkühen und Nachzucht, davon sind 4 Pinzgauer und zwei davon mit schwarzer Farbe. Die Familie betreibt die kleine Gastwirtschaft „Maiensäss" die inmitten einer schönen Naturlandschaft liegt und bei schönen Wetter eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und das Rheintal bietet. Leider war uns diese Aussicht nicht gegönnt, denn Nebel und Schneefall beeinträchtigten die Sicht.
Nichts desto trotz entwickelte sich ein breiter Meinungsaustausch bei der Besichtigung der Tiere und bei der anschließenden Kaffepause im Maiensäss. Ein Dankeschön an dieser Stelle an die Familie Freuler für die Organisation und Gastfreundschaft, viel Freude und Glück mit dem Familienzuwachs Reto und weiterhin viel Elan in der Pinzgauerzucht.
Thomas Sendlhofer


