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Pinzgauer-Jungzüchterausflug

Kein Unbekannter in der Südtiroler Pinzgauerzucht - der Hackerhof von Familie Moser in Welsberg!
Hat mit dem Oberkühbachhof ein schönes, neues Zuhause bekommen - Jungkuh ALMA (V.Haller-Remus, Z.Martina Aigner, Stefflern, Fieberbrunn) wechselte bei der Jänner-Versteigerung von Nord- nach Südtirol!
Töchter von Lordy, Locki und Labis stachen am Hackerhof besonders heraus.

Auf Entdeckungstour im Südtiroler Oberpustertal!

Am Sonntag, 22. März 2026 traf sich eine Gruppe interessierter Züchter und Jungzüchter und machte eine kleine Entdeckungstour ins Oberpustertal.
Das erste Ziel der Reise war der Oberkühbachhof, der Familie Piva in Toblach auf 1600 m Seehöhe. Jungzüchter Matthias und seine Freundin Veronika, erwarteten schon die gespannte Gruppe. Die 15 Stück Pinzgauertiere teilen sich in fünf Kühe und zehn trächtige Kalbinnen, Jungrinder und Kälber. Sehr genau wurde eine Start-Tochter und eine Haller Remus-Tochter von der Besucherschar unter die Lupe genommen.

Zum Betrieb gehören 9 ha Mähfläche und eine Waldweide, welche für 6 Monate von den Milchkühen den Tag über beweidet werden kann.
Die Jungrinder verbringen den gesamten Sommer auf der hofeigenen Alm auf 2000 m Seehöhe. Es werden zudem auch das ganze Jahr über Mastkälber am Betrieb gehalten. Die gesamte Heumilch der Kühe wird an die Mastkälber verfüttert. Diese werden, sobald sie schlachtreif sind, zu Fleischpaketen verarbeitet und an den Endverbraucher gebracht.

Nach einer lehrreichen Betriebsbesichtigung mit schönstem Ausblick ging es weiter zum Betrieb der Familie Moser, Hacker in Welsberg. Vater Ernst und Sohn Matthias bewirtschaften zusammen mit ihrer gesamten Familie um die 30 ha Fläche, die sich auf Grünlandflächen und Maisacker aufteilt. Auf den Flächen werden den Sommer über drei bis vier Schnitte Silage aber auch Heu produziert.
Am Betrieb befinden sich ca. 45 Milchkühe und 16 Stück Jungvieh, vorwiegend Pinzgauer und auch einige Tiere der Rasse Holstein. Die Tiere werden mit einem 15 m³ großem stationären Mischwagen der Firma Hetwin gefüttert. In der Ration befindet sich zusätzlich zu den Grundfuttermitteln Heu, Grassilage und Maissilage auch noch etwas Maismehl und eine Soja-Raps-Mischung.
Im Jahr 2023 wurde ein neuer Laufstall für die Milchkühe gebaut und mit technischen Hilfsmitteln ausgestattet. Für die Jungrinder und die trockenstehenden Kühe wurde der alte Stall etwas umgebaut. In der Herde stachen vor allem einige Töchter der Besamungsstiere Lordy, Locki und Labis heraus. Der Stier Labis wurde auf dem Hackerhof geboren und stammte aus der Paradekuh Kleopatra (V.Biston), welche in Südtirol auf einigen Schauen sich bestens präsentieren konnte.

Anschließend wurde der letzte Betrieb des Tages angefahren, der Kofler in der Linde in Rasen Antholz. Die Familie Wierer bewirtschaftet ca. 15 ha Grünlandfläche, davon vier ha in Pacht. Zum Betrieb gehören auch noch 30 ha Wald, sowie 2,5 – 3 ha Kartoffelacker. Außerdem werden auf 2 ha Ackerfläche auch noch Triticale und Korn für die Marke Regiokorn produziert.

Zurzeit werden um die 40 Stück Pinzgauer am Betrieb gehalten. Bei den Kühen konnten sehr viele Töchter der Stiere Ringo Star und Rivera begutachtet werden. Vor allem eine kapitale Leo Jungkuh und eine Ringo Star Erstlingskuh konnten sich von ihrer besten Seite der Besucherschar präsentieren. Die Tiere werden vorwiegend mit Heu, Grassilage und auch Maissilage gefüttert. Das gesamte Stroh zum Einstreuen der Liegeflächen wird auch am Betrieb produziert. Alle Jungrinder verbringen den Sommer über auf der hofeigenen Alm im Gsieser Tal.

Im Namen der Jungzüchter möchten wir uns bei den drei Betrieben nochmals recht herzlich für ihre Gastfreundschaft und die lehrreichen Gespräche bedanken und hoffen auf ein Wiedersehen bei unseren nächsten Veranstaltungen.

Felix Oberhollenzer

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