Pinzgauer-Leidenschaft im steirischen Admont

Ein großer Traum hat sich erfüllt - Thomas Herrak brennt für seine Pinzgauer!
Um den bekannten Ort Admont im Gedächtnis zu haben, bedarf es nicht unbedingt eines großens Wissens, vielen ist das Benediktinerstift Admont, welches die weltgrößte Klosterbibliothek beherbergt, mit Sicherheit ein Begriff.
Andere verbinden die schöne Gegend in der Obersteiermark mit dem bekannten Nationalpark Gesäuse, der mit seinen schroffen Gebirgswänden und einer einzigartigen Landschaft willkommenes Ziel für Bergsteiger und Naturliebhaber ist.
Inmitten dieser schönen Gegend leben und arbeiten aber auch ambitionierte, überaus fleißige Züchterfamilien wie beispielsweiese Familie Gierer-Herrak, die einen Milchviehbetrieb mit knapp 60 Kühen der Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein ihr eigen nennt. Während sich der ältere Sohn eher der Technik verschrieben hat und die Tochter den Pferden, brennt der Jüngste - der zwölfjährige Thomas seit Kleinkindertagen für seine Kühe, die neben dem Schulbesuch wohl die wichtigste Sache der Welt bedeuten. Somit nicht verwunderlich, dass Thomas beim Durchblättern einer Fachzeitschrift irgendwann auch die PInzgauer entdeckte und sogleich wusste, dass er solche Kühe unbedingt im Stall haben müsse!
Nun lag es an den Eltern, den Weg Richtung Pinzgau zu nehmen, um ihren Sohn den brennenden Wunsch zu erfüllen. Die Entscheidung, dass es eine milchbetonte und wenn möglich robotergewöhnte Kuh sein sollte, zeichnete den Weg zu Hermann Egger vor und der erste Eindruck am Schüttgut trug nicht wirklich dazu bei, dass man sich auf eine Kuh einigen würde - am Ende waren es zwei Top-Zweitkalbskühe - BIGGI (V.Savard) und SINA (V.Rekord), die im März 2023 die Pinzgauerzucht am Hof der Familie Gierer-Herrak eröffnen durften.
Mit Jungkalbin SORAJA zog zwei Monate später ein ganz besonderes Tier ein - die vielversprechende Malsara-Tochter (mit der Andreas Egger beim Jubiläumsfest der Jungzüchter 2022 teilnahm) hat Thomas nicht nur mit ihrer optischen Erscheinung gefesselt, sondern auch mit ihrer unwiderstehlichen Anhänglichkeit.
Sie sollte aber nicht die letzte ihrer Art sein, war der Besuch der 1.000. Versteigerung am 18. Jänner klarerweise ein Grund für den nächsten Abstecher am Schüttgut. Unschwer zu erraten, dass ein derartiger Besuch nicht ohne dem Kauf einer Kuh endet, allerdings nicht selbstverständlich, dass man mit Zweitkalbskuh STOLZ (V.Rusty) eine der erlesenen Sorte im Gepäck haben darf.
"Es ist mit SIcherheit unserer Freundschaft geschuldet", meine Reinhold Gierer nicht ohne Stolz, "denn mit normalen Viehkauf hat unser Deal nichts mehr zu tun. Wir verstehen uns und es macht jedes Mal Freude, Hermann zu treffen und sich mit einem derartigen Profi austauschen zu dürfen".
Die Erweiterung des Kuhbestandes am Betrieb von Eva und Reinhold Herrak-Gierer hat sich also in vielfacher Weise gelohnt - die Pinzgauer begeistern die ganze Familie nicht nur aufgrund ihrer Schönheit und Umgänglichkeit, es durfte auch eine besondere Beziehung geknüpft werden, die weit über das Geschäftliche hinausgeht und das Leben eines begnadeten Rinderzüchters sehr viel reicher macht!
Der nächste, logische Schritt war für Thomas der Beitritt bei den Pinzgauer-Jungzüchtern - verbunden mit dem großen Ziel, einmal als Teilnehmer bei einer Pinzgauer-Rinderschau vertreten zu sein. Wenn alles nach Plan läuft, dürfte es vielleicht kein allzu langer Weg dorthin sein - steht mit dem Pinzgauer-Jungkuhchampionat am 22. März 2025 schon ein Datum fest und bis dahin sollte Soraja auch schon eine Jungkuh sein.
In der Hoffnung, dass sich schöne Träume auch erfüllen dürfen, wünschen wir der begeisterten Züchterfamilie das nötige Glück und Junior Thomas als "Motor der Pinzgauer" ganz viel Leidenschaft, Freude und Erfolg bei der Zucht der unbestritten schönsten Farbtupfer in der bunten Milchkuhherde!
Und ja, auch wir brennen darauf, eine davon im kommenden Frühjahr inmitten des Ringes der Versteigerungshalle Maishofen - als Vertreterin der steirischen Pinzgauerzucht - begrüßen zu dürfen!
Auf ein Wiedersehen im Pinzgau und besten Grüßen,
Christina Sendlhofer

