PINZGAUER RIND - Ochsenmäster gesucht!
Ein Vermarktungsprojekt wird gestartet!
Das Fleisch von Pinzgauer Ochsen gilt als ein besonders Geschmackserlebnis mit hervorragender Qualität! Die ARGE Pinzgauer Rinderzuchtverbände bemüht sich mit einem regionalen Abnehmer um die Vermarktung reinrassiger Pinzgauer Ochsen aus und in der Region und der Etablierung als Premium-Fleisch. Ochsen sind durch ihren ruhigen Charakter einfach in der Haltung und Handhabung und sind prädestiniert für eine grünlandbasierte Mast. Die Mast von Ochsen ist sowohl für Milch- und Mutterkuhbetriebe als auch für reine Mastbetriebe geeignet und stellt die Schaffung eines weiteren Standbeines und eine Betriebsalternative dar. Für das Projekt gilt eine fixe Abnahme und ein garantiertes Preisniveau!
Produktionsanforderungen Pinzgauer Rind Ochsen:
Genetik: Wahl reinrassiger Pinzgauer Tiere bzw. Herdebuch -A
Herkunft: geboren und gemästet in Österreich
Kastration: bis zu einem Alter von 4 Monaten
Gewicht: Die Ochsen müssen ein Schlachtgewicht von 320 bis 380 kg erreichen, das entspricht etwa einem Lebendgewicht von circa 620 bis 680 kg
Klassifizierung: Handelsklasse E, U, R, O; Fettklasse: mind. 2
Schlachtreife: bis max. 40 Monaten
Alm- und Weidegang: mindestens einen Sommer auf der Alm oder Weide (90 Tage)
Fütterung: Gute Eignung der Ochsen für eine grundfutterbetonte Rationsgestaltung, Futtermittel gentechnikfrei
Produktionsempfehlung Ochsen:
Fütterung bis zu einem Alter von circa sechs Monaten: intensive Jugendentwicklung bedeutend
Männliche Kälber, die für die Ochsenmast geplant sind, sollten dieselbe Aufzucht wie weibliche Kälber erhalten. Bei Kälbern ist zu Beginn ihres Lebens nur der Labmagen funktionsfähig, der Pansen entwickelt sich erst im Laufe der ersten Lebenswochen. In der ersten Lebensphase ist somit entscheidend, dass das Kalb seinen Nährstoffbedarf über die Milch decken kann. Danach sollten sich die Kälber möglichst bald zum Wiederkäuer entwickeln. Für eine gute Pansenentwicklung der Kälber ist eine frühe Beifütterung mit Heu bester Qualität und Kraftfutter neben der Milchtränke von hoher Bedeutung. Mit circa 12 Wochen werden die Kälber abgesetzt. Der Nährstoffbedarf in dieser Phase muss durch Grundfutter (Heu, Silage) bester Qualität und Kraftfutter (energie- und eiweißreich) gedeckt werden. In dieser Lebensphase ist eine zügige Jugendentwicklung sehr wichtig.
Fütterung ab circa sechs Monaten: grünlandbasierte Rationsgestaltung
In dieser Phase erfolgt eine grünlandbasierte Rationsgestaltung. In den Wintermonaten erfolgt die Verfütterung von Heu und Grassilage. In den Sommermonaten sind Ochsen ideal für die Weide oder Alpung geeignet. Ochsen können im zweiten Lebensjahr geringere Tageszunahmen auf der extensiven Weide und Alm durch eine bedarfsgerechte Fütterung (Stallfütterung mit Heu und Grassilage) in der Folgeperiode kompensieren, das heißt in der Folgeperiode wird das Lebendgewicht wieder aufgeholt und höhere Tageszunahmen erreicht.
Fütterung in der Endmast (ab einem Lebendgewicht von circa 550 kg): gezielte Ausmast bedeutend
Eine gezielte Ausmast der Ochsen ist notwendig, um die intramuskuläre Fetteinlagerung und somit eine entsprechende Fleischqualität sicherzustellen. Die Ausmast erfolgt mit bestem Grundfutter und energiereichem Kraftfutter. Sehr gut eignen sich hier Getreideschrote (Gerste, Roggen, Triticale, Weizen). Getreideschrote sollen aufgrund der Verfügbarkeit aus Österreich bezogen werden. Als Kraftfuttermenge werden zwei bis drei Kilogramm pro Tag empfohlen. Wird Maissilage verfüttert, ist ein geringerer Anteil an Kraftfutter notwendig. Die Kraftfuttermenge ist von der Grundfutterqualität abhängig und muss betriebsindividuell betrachtet werden. In der Endmast wird das kompensatorische Wachstum ausgenutzt und höhere Tageszunahmen können erreicht werden. Die Dauer der Ausmast beträgt je nach Ernährungszustand der Tiere etwa zwei bis drei Monate.
Interessierte Betriebe können sich bei der ARGE Pinzgauer bei Marlene Berger unter +43 664-6025950564 melden!

