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Pinzgauer Züchterlehrfahrt

Nach 30 Jahren wieder im Zeichen einer Pinzgauer-Rinderschau - Lajen am Eingang zum Grödental!
Nach 30 Jahren wieder im Zeichen einer Pinzgauer-Rinderschau - Lajen am Eingang zum Grödental!
Kaum vorstellbar, wie die steilen Höfe bewirtschaftet werden können!
Kaum vorstellbar, wie die steilen Höfe bewirtschaftet werden können!
Schwindelfreiheit vorausgesetzt!
Schwindelfreiheit vorausgesetzt!
Exotisch anmutend - die Gärten von Schloss Trautmannsdorff!
Exotisch anmutend - die Gärten von Schloss Trautmannsdorff!
Vereinsobmann und Organisator Matthias Ploner eröffnet Lajens Pinzgauerschau!
Vereinsobmann und Organisator Matthias Ploner eröffnet Lajens Pinzgauerschau!
Immer einen Besuch wert - die schöne Innenstadt (mit Hofburg und Herrengarten im Hintergrund) von Brixen!
Immer einen Besuch wert - die schöne Innenstadt (mit Hofburg und Herrengarten im Hintergrund) von Brixen!
Gratulation zu dieser Spitzenzucht! Matthias Ploner mit seiner Euter- und Schausiegerin VEGILE (Ruben x Lust)
Gratulation zu dieser Spitzenzucht! Matthias Ploner mit seiner Euter- und Schausiegerin VEGILE (Ruben x Lust)

Südtirols Westen - ein wunderschönes Ausflugsziel!

Die Westhälfte Südtirols stand im Zentrum der diesjährigen Züchterexkursion, welche am 5. und 6. Mai in die Gegend von Meran bzw. Brixen führte. 60 interessierte Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den Gegensätzen eines Landes, das von schönstem südländischen Flair bis zu schwindelerregenden Bergbauernhöfen alles zu bieten hat!

Muthöfe, Dorf Tirol
Was aus der Ferne schon ziemlich wagemutig erscheint, wird bei der Gondelfahrt zu den Muthöfen zigfach verstärkt. Spätestens beim Anblick der Steilflächen ringt es selbst jedem Bergbauern (von allen anderen ganz zu schweigen) größten Respekt ab. Die Tatsache, dass die Muthöfe bereits im 12./13. Jahrhundert erstmalig urkundlich genannt, das heißt bewohnt und somit bewirtschaftet wurden, sind für Menschen unseres Zeitalters ohnehin kaum vorstellbar.

Mit der Errichtung einer Zubringung im Jahr 1960 erfolgte der erste große Meilenstein in der Geschichte der Muthöfe. Mittlerweile sind alle Höfe auch mit einer Zufahrt erschlossen, das letzte Teilstück allerdings erst seit drei Jahren befahrbar.
Nach dem bequemen Aufstieg per Seilbahn empfing der Hochmuthbauer Fritz Pircher die Reisegruppe und erzählte von der Entwicklung der Muthöfe, wie er sie noch erlebt hat. In den 60er Jahren, als der Tourismus langsam, aber sicher ins Land zog, trieben seine Eltern den Seilbahnbau voran und errichteten eine Gastwirtschaft. Bei der Hofübergabe 1997 wurden Land- und Gastwirtschaft getrennt - Fritz entschied sich für den Hof mit dazugehörender Seilbahn und Bruder Max übernahm das Gasthaus. Die Lösung erweist sich als eine sehr gute - beeindruckte zum einen die qualitätsvolle Grauviehherde von Fritz Pircher und zum anderen wurde uns von Bruder Max im Berggasthof Hochmuth ein sensationeller Kalbsbraten aufgetischt!

Gärten von Schloss Trautmannsdorff
Stundenlang könnte man in den 2001 eröffneten Gärten von Schloss Trautmannsdorff verweilen, so einladend ist das 12 ha große Areal mit seinen Pflanzen aus aller Welt. In über 80 Gartenlandschaften, welche über einen Höhenunterschied von 100 Metern angelegt sind, werden beeindruckende Blumenmeere und exotische Gartenlandschaften sowie traumhafte Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und die Kurstadt Meran sichtbar.
Wenngleich uns die Zeit auch etwas zu kurz geworden ist, so war die Kaffeepause inmitten des herrlichen Ambientes allemal eine lohnende... ;)

Lajen - Pinzgauer Zuchtrinderschau
Der eigentliche Grund unserer Exkursion war natürlich die Pinzgauer Rinderschau, welche auf Samstag, 6. Mai datiert war.
Bei der abendlichen Ankunft am wunderbar gelegenen Hochplateau von Lajen war der schön gewählte Festplatz der Rinderschau bereits aus der Ferne sichtbar und nach Quartierbezug und einem ausgezeichneten Abendessen stand einem gemütlichen Beisammensein nichts mehr im Wege.
TantscherbauerMatthias Ploner, federführender Organisator, aber im Besonderen Freund und Züchterkollege der Salzburger, ließ es sich nicht nehmen, kurz im Gasthof Sonne vorbeizuschauen. Umso beachtlicher und bewundernswerter, hatte der Vereinsobann nicht nur selber acht Ausstellungstiere zum Vorbereiten, sondern mit der Durchführung der Veranstaltung alles andere als nur einen "Job"!

Wie sehr sich all der Aufwand um eine gelingenden Tag lohnte, bewies die enorme Zuschauerschar, die sich Samstagmorgen auf den Weg nach Lajen machte, um Gast eines besonderen Züchterfestes zu sein! Qualitätsvolle Pinzgauer aus der ganzen westlichen Landeshälfte, teilweise von weit her und mit viel Freude und Stolz dabei, demonstrierten eindrucksvoll die Rasse, die obwohl sehr klein, aber dennoch stark in ihrem Selbstbewusstsein ist!

Dass diese Schau eine besondere für Matthias Ploner werden würde, hätte er wohl nicht zu denken gewagt - eindrucksvoll durfte sich seine Jungkuh VEGILE (Ruben x Lust) sowohl mit dem Euter- als auch Gesamtsieg dekorieren lassen!
Wir gratulieren allen ausstellenden Züchterinnen und Züchtern ganz herzlich zu ihrer erfolgreichen Teilnahme - sie haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Pinzgauer auch in der Westhälfte nicht zu verachten sind und sich mit diesen Auftritten durchaus für "höhere Aufgaben" empfohlen haben!
Ganz herzlich sei im Besonderen Matthias Ploner, seiner Familie und all den beteiligten Helferinnen und Helfernzu danken - Matthias war es schließlich, der sich immer und stets voranstellte und diese Veranstaltung erst ermöglichte! Vergelt's Gott dafür!

Mehr im Schaubericht

Bischofsstadt Brixen
Alternativ stand am Samstag Vormittag ein kurzer Ausflug nach Brixen am Programm und immerhin 40 Personen ließen sich dies nicht entgehen. Brixen, als älteste Stadt Tirols genannt, war bis 1964 Sitz der Bischöfe, bis dieser nach Bozen verlegt wurde.
Bei einer Führung zu den wichtigsten Plätzen der Altstadt, kommt man am Dom mit seinem sehenswerten Kreuzgang nicht vorbei. Die Fresken im Kreuzgang, welcher auf eine vor-romanische Anlage gründet und später gotisch umgestaltet wurde, gehören zu den wertvollsten Kulturdenkmäler Südtirols.  
Unbedingt sehenswert ist auch die Hofburg mit ihrem imposanten Innenhof, aber auch im Außen mit dem in der Renaissance-Zeit errichteten Herrengarten. Im Unterschied zu anderen historischen Gärten, wird der Herrengarten heute wieder mit Kräutern und Gemüse bepflanzt und dient der Ausspeisung von Kindergärten und Schulen.

Nach einem kurzen Streifzug durch die Gassen der Altstadt führte der Weg zum Bauernmarkt, wo uns die Bäuerinnen aus Brixen mit herrlichen Bladln verwöhnten, feinst gefüllt mit Spinat, Kraut oder süßer Marmelade!

Gestärkt führte der Weg wieder zurück nach Lajen, um pünktlich zum Schaufinale wieder präsent zu sein. Die großen Sieger wollten ja noch gefeiert sein und ev. Gewinne abgeholt werden (leider waren diese Hoffnungen allesamt umsonst), bevor es galt, die Heimreise anzutreten. Schließlich lockte am Sonntag ja der nächste Termin - die Zuchttierschau in Rauris! 

Wenn auch nur für zwei Tage, so war Südtirol unbedingt eine Reise wert und wird uns spätestens am Sonntag, 2. Juli bei der Pinzgauer Almwanderung wiedersehen!

Christina Sendlhofer

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