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Pinzgauer-Züchtertagung

Hannes Royer weiß als Referent zu begeistern!
Hannes Royer weiß als Referent zu begeistern!
Obmann Christian Dullnigg freute sich über den zahlreichen Besuch der Züchtertagung!
Obmann Christian Dullnigg freute sich über den zahlreichen Besuch der Züchtertagung!
Marlene Berger überzeugt nicht nur als GF der ARGE Pinzgauer, sondern auch als Projektleiterin der lk Salzburg!
Marlene Berger überzeugt nicht nur als GF der ARGE Pinzgauer, sondern auch als Projektleiterin der lk Salzburg!
Mit viel Optimismus in die Zukunft - Fachausschussobmann Hannes Hofer weiß seine Pinzgauer-Züchterschaft zu motivieren!
Mit viel Optimismus in die Zukunft - Fachausschussobmann Hannes Hofer weiß seine Pinzgauer-Züchterschaft zu motivieren!
Verdiente Züchter von positiv geprüften Stieren erhielten eine Ehrenurkunde
Verdiente Züchter von positiv geprüften Stieren erhielten eine Ehrenurkunde
Ein Plädoyer für den Genuss von heimischen Lebensmitteln - aus dem Mund von Hannes Royer!
Ein Plädoyer für den Genuss von heimischen Lebensmitteln - aus dem Mund von Hannes Royer!
Wahrlich ein Genuss - die Rindfleischsülze...
Wahrlich ein Genuss - die Rindfleischsülze...
... und Gulasch aus der Küche der LFS Bruck!
...und Gulasch aus der Küche der LFS Bruck!
Referent Hannes Royer inmitten des ARGE Pinzgauer-Vorstandes
Referent Hannes Royer inmitten des ARGE Pinzgauer-Vorstandes
Der Abschluss gehörte den Piffgut-Kühen!
Der Abschluss gehörte den Piffgut-Kühen!

Stimmungsvoller Auftakt des neuen Tagungsformats in der LFS Bruck! Impulsreferat von Hannes Royer begeistert!

Mit einem vollen Saal, optimistischer Stimmung und einem begnadeten Rhetoriker sorgte die Pinzgauer-Züchtertagung, welche erstmals nicht im Rahmen des Herbststiermarktes abgehalten wurde, für einen perfekten Start in ein neues Veranstaltungskonzept.

ARGE-Obmann Christian Dullnigg freute sich über den großen Andrang an Pinzgauer-Züchterfamilien, die mit ihrem Einsatz, viel Freude und Stolz die Fahnen für die erfolgreiche Pinzgauerzucht hochhalten und dank ihres generationenübergreifenden Handelns für die unverwechselbare "Pinzgauer-Familie" einstehen!

Ausstellung 2021 im Leoganger Bergbau- und Gotikmuseum
Mit sehr viel Begeisterung stellte Andreas Herzog vom Leoganger Bergbaumuseum das Konzept der Sonderausstellung 2021 vor, welche unter dem Motto "Das Pinzgauer Rind - ein Kulturgut Salzburgs" von Mai bis Oktober in den Räumen des Thurnhauses ihre Bestimmung findet. Die Ausstellung sollte nicht nur Relikten vergangener Jahrhunderte gewidmet sein, sondern im Besonderen den exklusiven Wert des Pinzgauer Rindes in der Gegenwart und Zukunft veranschaulichen. Mithilfe einer Kooperation mit der Rinderzucht Salzburg, dem Salzburger Land Tourismus sowie den heimischen Metzgern und Direktvermarktern soll eine erfolgreiche, regionale Veredelung von Qualitäts-Rindfleisch forciert werden.

Qualitätsprojekte - Kälber- und Ochsenmast
Marlene Berger, Geschäftsführerin der ARGE Pinzgauer und Projektleiterin der lk Salzburg, konnte in ihrem Beitrag die ersten überzeugenden Daten des Milchkalbprojektes liefern. Bei einem Pinzgauer-Anteil von ca. 30 % zeigen die Ergebnisse klar, dass das Pinzgauerkalb den Vergleich mit anderen Rassen keinesfalls scheuen muss.
Einen überaus positiven Anklang findet auch das Pinzgauer-Ochsenprojekt, das von Marlene Berger gemeinsam mit der Metzgerei Rumpold ausgearbeitet wurde und großes Potenzial für ein vielversprechendes und zukunftsträchtiges Rindfleischprojekt birgt!

Berichte der Mitgliedsverbände
"Wenn auch jeder sich verabschiedende Pinzgauerzüchter einer zu viel ist, dürfen wir nicht resignieren und müssen uns an den positiven Zahlen orientieren, die uns in unserer Arbeit bestätigen und viel Grund zur Freude liefern", meinte der Pinzgauer-Fachausschussobmann in der Rinderzucht Salzburg, Hannes Hofer in seinem Beitrag. 
Die erfreulichen Verkaufserfolge von Qualitätsvieh und die teilweise schwer zu deckenden Anfragen nach gutem Zuchtvieh lassen optimistisch in Zukunft blicken. 
"Und weil wir niemals stehen bleiben dürfen, stellen wir uns auch den künftigen Fragen um die Vorteile einer genomischen Selektion für kleine Rassen sowie den Herausforderungen des neuen Herdebuchs, um unsere Aufgaben nicht unverrichteter Dinge aus der Hand geben zu müssen", meinte der engagierte Funktionär in ermunternden Worten und gab Ausblick auf Themen, die in nächster Zeit auf ihre Beschließung warten.

Horst Schnitzer, Obmann der Pinzgauerrasse in der kärnterrind eGen zeigte den Aufwärtstrend der Pinzgauer in der Fleischrinderzucht Kärntens, welcher sich nicht nur in den vielfältigen Schauerfolgen zeigt, sondern auch in den Verkaufszahlen, wie der 43-köpfige Export nach Norddeutschland im Jänner eindrucksvoll belegt.

Tim Höbel, Zuchtberater der Pinzgauer im Rinderzuchtverband Traunstein berichtete von sehr konstanten Zahlen im bayerischen Verbandsgebiet sowie der anhaltend regen Nachfrage nach Zuchttieren, der intern nicht nachgekommen werden kann. Hier kommt die seit der Bestellung Höbels unbedingt lobenswerte Zusammenarbeit innerhalb der Zuchtverbände perfekt zum Ausdruck, indem größere Aufträge unbürokratisch weitergereicht werden. 

Ehrung verdienter Stierzüchter
Der erfreuliche Zuchtfortschritt der vergangenen Jahre spiegelt sich unter anderem in der Vielzahl des verfügbaren "Stiermaterials", wo größtes Augenmerk auf eine möglichst breite und genetisch interessante Linienvielfalt gelegt wird. 
Die züchterischen Leistungen um die positive Entwicklung des Pinzgauer-Zuchtprogrammes wurden anhand einer Urkundenverleihung sichtbar gemacht, indem sieben Züchter von positiven geprüften Stieren ausgezeichnet wurden.
Es sind dies:
Rupert Esterbauer, Herzog für LIFTLER; Andreas Geisler, Handl für GAU; Martin Gießhammer, Ratzenstätt für REMON; Thomas Horngacher für GRAT; Hans-Peter Moser, Großschönberg für SIMPLON; ÖR Ferdinand Oberhollenzer, Duxer für MORUS und Katharina Scharler, Löschenbrand für FILL

"Landwirtschaft neu denken! Kommunikation als Bindeglied zwischen Produzenten und Konsumenten" - Impulsreferat von Hannes Royer, Obmann von Land schafft Leben
Den Höhepunkt der Tagung bildete zweifellos das Referat eines begnadeten Rhetorikers und momentan vielbeschäftigten Mannes - Hannes Royer, als Initiator und Obmann von Land schafft Lebenden österreichischen Lebensmittelproduzenten ständig auf der Spur und derzeit vielbeanspruchter Interviewpartner vieler hochrangiger Medien im In- und Ausland.

Royer verstand es in seiner exzellenten Gabe als Redner die Zuhörer zu fesseln und die Tatsache, dass gerade die Produzenten es sind, die die Botschafter unserer Lebensmittel sind, vermittelte Royer in der Verantwortung, welche sich der Bauer vermehrt bewusst machen sollte.

"Wir müssen uns endlich bewusst werden, dass Österreich kein einziges Lebensmittel zum billigsten Tarif erzeugen kann und wir uns somit endlich vom Gedanken der "Immer höher, immer Mehr-Produktion" verabschieden müssen, weil es darüber hinaus absurd ist, durchschnittliche Milchmengen von 10.000 kg/Kuh und mehr zu produzieren, welche ohnehin nur als Überschussware gilt",
gab Hannes Royer emotional zu bedenken.

Die traurige Tatsache, dass beim Kauf der Lebensmittel am meisten gespart wird und 50 % der Konsumenten beim täglichen Einkauf nur auf den billigsten Preis schauen, brachte Royer ungeschönt zum Ausdruck. 
"Wir bräuchten kein einziges Kalb in den Export zu schicken, würde Österreichs Gastronomie bereit sein, den Preis für heimisches Fleisch zu bezahlen und ich will und kann es nicht hinnehmen, dass mein Essen im Restaurant zu mehr als 90% aus ausländischen Rohstoffen besteht!", rief Royer die Zuhörerschaft auf, sich aktiv um die Verfügbarkeit von heimischen Produkten einzusetzen.

Als erfahrener Berufskollege - Hannes Royer betreibt auf seinem Bauernhof in Schladming seit 19 Jahren erfolgreiche Kalbinnenaufzucht - mahnte der Referent zu einem bewussten Einkaufsverhalten, weil gerade der Bauer bzw. die Bäuerin (sowie natürlich alle Konsumenten!) es sind, die mit ihrer Entscheidung für ein Produkt die Wertschöpfung unserer landwirtschaftlichen Erzeugnisse mitbestimmen.

"Der größte Erfolg liegt aber ausschließlich in der Begeisterung und wir können auf jeden Bauern, der keine Freude am Tun hat, verzichten - weil diese Arbeit nie und nimmer gut werden kann", meinte Hannes Royer, und prophezeite den Pinzgauer-Züchtern ob ihrer Philosophie und ihrer Wirtschaftsweise eine erfolgreiche Zukunft. 
"Dem Pinzgauer-Rind in einer grünlandbasierten Haltung und in Kombination mit der hervorragenden Fleischqualität wird in naher Zukunft noch große Bedeutung zukommen, welche ich euch schriftlich geben kann", ermunterte der Schladminger Bauer seine Berufskollegen, an der bewährten Doppelnutzung festzuhalten und sich keinen sinnlosen Utopien hinzugeben!

"Wenn ihr heute heim geht, so bringt euren Lieben ein nettes Wort mit nach Hause - denn die Wertschätzung, die bei uns selber und unseren Nächsten beginnt, führt schlussendlich zum erkennbaren, höchsten Wert unserer Erzeugnisse und das muss uns bewusst werden....!" - in der Schlussfolgerung brachte Royer einen der wichtigsten Grundpfeiler täglichen Zusammenlebens und -arbeitens auf den Punkt! 

Mit einem köstlichen Gericht vom Pinzgauer-Rind - einer hausgemachte Sülze und Gulasch vom Team der LFS-Küche rund um Gregor Langreiter und Elisabeth Meusburger exzellent zubereitet - und einer abschließenden Besichtigung im Stall des Piffgutes endete ein höchst interessanter Tag, der für jeden Besucher genügend Informationen und "Stoff" zum Nachdenken und Nachahmen bot!

Christina Sendlhofer 

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