Schwarze Pinzgauer-Genetik für die Eidgenossen
Erfolgreiche Übersiedlung von Bayern in die Schweiz!
Dass man als Schweizer sehr gerne in führenden Positionen unterwegs ist, ist allseits bekannt und wird in diesen Tagen der SKI-WM noch einmal dick unterstrichen. Das Alpenland ist allerdings nicht nur für seine Vormachtstellung im Skisport bekannt, es beweist sich seit eh und je auch als begnadetes Züchterland, handelt es sich bei den Simmentalern nicht umsonst um eine Weltmarke.
Allemal aufstrebend darf aber auch die Pinzgauerzucht in der Schweiz bezeichnet werden, werden diese seit mehr als 20 Jahren regelmäßig von den bekannten Viehhandelsfirmen Hinder, Scherrer und Vianco importiert. Neben den unzähligen weiblichen Zuchtrindern bemühen sich die Schweizer Händler auch immer wieder um gute männliche Genetik, um neben der vielfach bevorzugten Kreuzungszucht (meist mit Limousin) auch Reinzucht betreiben zu können.
Die Nachfrage nach schwarzer Pinzgauer-Genetik ist in der Schweiz nicht neu, wurde dieser schon bei den ersten Importen aus dem Pinzgau nach Möglichkeit Rechnung getragen und mit dem Ankauf von ausgewählten Stieren für den "Leasingeinsatz" bieten die Schweizer Viehhandelsfirmen einen tollen Service für die Pinzgauer-Zuchtbetriebe.
Vor einigen Tagen übersiedelte ein "echter Bayer" in die Schweiz - GILDO PP (Gallus x Duke), ein reinerbig hornloser und schwarzer Pinzgauerstier von Wolfgang Wild in Monheim wurde anlässlich der 18. Süddeutschen Fleischrindertage in Ansbach von der Schweizer Viehhandelsfirma VIANCO erworben und wird nach Ende seiner Quarantäne mitunter auch für schwarze Nachkommenschaft sorgen.
Insgesamt war der Absatz bei den Süddeutschen Fleischrindertagen ein eher durchwachsener, konnte die Auktion aufgrund der veterinären Situation nur online vonstatten gehen. Von insgesamt sechs aufgetriebenen Stieren wurden vier verkauft, angeführt von Körsieger REAGAN PP (Eros x Talman) von Martin Augustin in Friedberg, der um € 3.100 zu Matthias Braun nach Beilngries/Bayern wechselte.
Wir gratulieren den beiden Züchtern zu den geglückten Deals und wünschen, dass sich die hoffnungsvolle Genetik bewähren möge - den neuen Besitzern viel Freude, Glück und Segen!
Christina Sendlhofer


