Sensationelle Online-Versteigerung!
Süddeutsche Fleischrindertage mit erfolgreicher Vermarktungsstrategie! Martin Augustin erlöst 3.100 für Spitzenstier SIMPERT!
Wenn wir auch alle eine Zeit des Zusammentreffens sehnlichst herbeiwünschen, so bietet die "versammlungsfreie Zeit" auch ihre große Chancen, uns der neuesten Technologie mit all ihren Möglichkeiten zu bedienen und zukunftstaugliche "Vernetzungs-Modelle" zu entwickeln.
"Der Süden geht gemeinsam voran" - unter diesem Motto organisierte der <link www.fvb-bayern.de - external-link-new-window "Opens external link in new window">Fleischrinderverband Bayerns </link>vom
5.-6. Februar 2021 anlässlich der 12. Süddeutschen Fleischrindertage erstmalig eine Online-Auktion.
Neben den Hauptrassen Angus, Charolais, Fleckvieh und Limousin waren auch zwei männliche Pinzgauertiere
zum Verkauf angeboten. Es handelte sich dabei um zwei reinerbig hornlose Zuchtstiere -
<link file:21172 - download "Initiates file download">SIMPERT</link>, geb. 26.11.2019, ein enorm entwickelter, großrahmiger Haller Max-Sohn von Martin Augustin, Friedberg und
<link file:21171 - download "Initiates file download">GIGANT</link>, geb. 16.1.2020, ein mittelrahmiger, gut bemuskelter UE Gandalf-Sohn von Bernadette Leibold, Meßstetten/Heinstetten
Nach dem freitägigen "Warm-up", wo die Stiere mittels Video zur Schau gestellt wurden, konnten vorab Gebote abgegeben werden und samstags ab 11 Uhr wurde die Online-Versteigerung eröffnet.
Um Euro 3.100 verkauft
So lautete die Meldung, die uns Samstag am späten Nachmittag erreichte und die Überraschung und Freude ob der erfolgreichen Vermarktung war eine dementsprechend große.
Im Gespräch erzählte Martin Augustin von der optimalen Organisation der Online-Auktion und zeigte sich über das gute Vermarktungsergebnis sichtlich überrascht, barg dieser erstmalige "digitale Versuch" doch eine große Unbekannte.
Bei der Recherche um die Abstammung des hochkarätigen Zuchtstieres SIMPERT PP berichtete Martin Augustin vom "Zufallskauf" von Simperts Vater, Haller-Max, den er 2013 quasi vor der Schlachtbank gerettet hat.
HALLER-MAX, geb. 25.07.2009 und gezüchtet von Rupert Hohenwarter, Möschl in Weißbach/Lofer stand damals am Betrieb von Christoph Geigenberger in Bad Birnbach/Niederbayern und dank einer Info seines Züchterkollegen Martin Güllich erfuhr Augustin von der Verfügbarkeit des genetisch hornlosen Zuchtstieres.
Dass es sich hier um einen besonderen, nämlich reinerbigen Hornlosstier handelt, stellte sich erst anhand einer späteren Untersuchung heraus und dass dieser auch über herausragende Fitness und beste Fundamente verfügt, zeigen die aktuellen Bilder, die die Qualität des mittlerweile 11 ½-jährigen Herdenchefs eindrucksvoll belegen.
Sehr erfreulich zeigte sich auch die Reaktion der künftigen Besitzer von Simpert, <link www.pinzgauerrind.at/startseite/archiv/detailansicht/article/angekommen-in-erndtebrueck-der-neue-herdenchef-manta/7.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">Familie Hoffmann-Schäfer in Erndtebrück/Nordrhein Westfalen. </link>
Den folgenden Zeilen von Heike Hoffmann-Schäfer war nur Positives zu entnehmen: "Wír haben uns auch mächtig gefreut, dass es mit dem Kauf geklappt hat, weil wir doch lange nach einem passenden Stier gesucht haben. Die Online-Aktion war eine vollkommen neue Erfahrung für uns, aber in diesen Zeiten wohl das Beste überhaupt. Mit den Hof-Videos super vorbereitet. Hoffe, dass dieses Verfahren Schule macht".
Gute Basis für "jungen" Pinzgauerbetrieb in Baden-Württemberg
Zufriedenstellend gestaltete sich auch der Verkauf von GIGANT PP von Bernadette Leibold in Meßstetten, welcher um Euro 2.400 zu Johannes Kochendörfer nach Schwäbisch Hall wechselte. Der kompakte, fleischbetonte Jungstier ergänzt eine noch "junge Pinzgauer-Herde", begeistert sich Kochendörfer erst seit ein paar Jahren für die Pinzgauerzucht. "Wir haben zwar erst im Jahr 2018 mit der Rasse Pinzgauer angefangen. Konnten in dieser Zeit aber bereits Zuchtvieh an andere Betriebe in Baden-Württemberg und sogar bis nach Niedersachsen verkaufen", verriet der ambitionierte neue Besitzer von Gigant, dem wir weiterhin viel Glück und Freude mit den Pinzgauern wünschen!
Den beiden erfolgreichen Zuchtbetrieben Augustin und Leibold dürfen wir zur tollen Vermarktung ihrer Bullen herzlichst gratulieren. Sie haben sich dem vagen Versuch der Onlineauktion gestellt und wurden mit mehr als zufriedenstellenden Erlösen belohnt - ein Beweis, dass es sich durchaus lohnt, trotz berechtigter Skepsis neue Wege und Möglichkeiten zu beschreiten, weil wir nur mithilfe von Erfahrungen richtungs- und zukunftsweisend agieren können!
Gratulation auch dem Fleischrinderverband Bayern für sein "gemeinsames Vorangehen"!
Christina Sendlhofer


