Zum Hauptinhalt springen

Stabile Preisgestaltung

Das Angebot von 31 Pinzgauer Kühen war eher bescheiden, die durchwegs ansprechende Qualität wurde aber mit angemessenen Preisen belohnt!

Über einen besonders erfolgreichen Markttag konnte sich Paul Hettegger, Unterharbach in Großarl freuen - er erzielte die jeweiligen Bestpreise in drei Kategorien!
An der Spitze die in Preisklasse I gereihte Kreuzungskuh SIERA (V:Atlas, 34,9 % RF) - eine sehr großrahmige, mit spitzenmäßigem Euter und bester Genetik ausgestattete Zweitkalbskuh (34 kg Milch) erzielte den Höchstpreis von € 2.000. Die optisch eher der Holstein-Rasse zugehörige (gescheckt) Elitekuh mit etwas abgezogenem Becken wurde von der Fa. Schwaninger für den Export nach Italien angekauft.
Der nächste Streich folgte mit STRAUSS - einer typischen Kreuzungskuh (74,2 % RF, V:Lichtblick) - die extrem milchbetonte, scharfe Zweitkalbskuh mit gutem Euter (45 kg Milch) wurde um € 1.820 ebenso für den Export von der Fa. Schneeberger ersteigert.

Erfolgreich waren auch zwei reinrassige Pinzgauerinnen - zum ersten die auffällig schöne, typvolle und großrahmige Drittkalbskuh LINDAU von Hermann Esterbauer, Herzog in Zell am See, die außerdem mit sehr gutem Euter und entsprechender Milchmenge von 27 kg ins Auge stach. Die edle Pinzgauerin wechselte zum Preis von € 1.800 zu Johannes Foidl-Bernsteiner, Schaunberg in Piesendorf.
Immer wieder eine Augenweide ist die Vorbereitung bzw. Präsentation von Hermann Esterbauer's Pinzgauern, die sich zweifelsohne auch in der Preisbildung niederschlägt - denn auch hier gilt: das Auge kauft mit!!!
Es ist durchaus berechtigt und wünschenswert, die Tiere bestmöglich und mit Stolz zu vermarkten!!


Einen weiteren Spitzenpreis in Höhe von € 1.780 erzielte die eher unscheinbare Lecki-Tochter RAIMI von Robert Kreer, Hinteraschau in Hüttschlag. Die in der 2. Laktation stehende, nutzige (26 kg Milch) und noch sehr junge Kuh (noch keine 3,5 Jahre!) wurde von Katharina Neureiter in St. Koloman angekauft.

Den Hattrick erzielte Paul Hettegger mit einer Jungkuh - die sehr geschlossene, äußerst korrekte Sieger-Tochter (25 % RF) hatte ein Top-Euter mit einer Milchleistung von 25 kg Milch zu bieten. Ein etwaiges Handicap für die Preisbildung war ein kleiner Schönheitsfehler am Auge - aufgrund einer Verletzung war sie nur mehr einäugig. Letztendlich erreichte die vielversprechende Kreuzungskuh den Preis von € 1.560 und wechselte nach Südtirol zu Werner Taschler in Toblach.

Keine guten Tag erwischten die Zuchtkälber - bedingt durch die teilweise unzureichende Qualität und dem großen Anteil an Kreuzungskälbern lag der Durchschnittspreis weit unter dem der letzten Versteigerungen.
Den Höchstpreis von € 500 erzielte Georg Mühlberger, Hacker in Kössen für eine Sultan-Nachzucht aus einer Rat-Tochter. Der reinrassige Pinzgauer-Nachwuchs bleibt auch in Zukunft in Tirol, er wächst und gedeiht fortan am Hof von Martina Bachler in Brixen im Thale.

Nachstehend die Durchschnittspreise:

Zuchtkälber: (15 aufgetrieben, 10 verkauft)
296,00

Kühe in Milch: (20 aufgetrieben, 17 verkauft)
I: 2.000,00
IIa: 1.585,45
Nutzvieh: 1.175,00
Ab Hof: 1.266,67

Jungkühe in Milch: (8 aufgetrieben, 6 verkauft)
IIa: 1.413,33
IIb: 1.140,00
Nutzvieh: 800,00

Kühe trächtig: (2 aufgetrieben, 1 verkauft)
Ab Hof: 1.500,00

Kalbinnen trächtig: (1 aufgetrieben und verkauft)
Nutzvieh: 960,00


Allen KäuferInnen wünschen wir viel Freude und Glück mit ihrem neuen "Inventar" und freuen uns, sie bei der nächsten Versteigerung am Donnerstag, 18. März wieder begrüßen zu dürfen.
Im März-Angebot stehen neben den Kühen und Kalbinnen traditionell die Stiere - 35 Pinzgauer Zuchtstiere stehen im Verkaufsangebot!

Christina Sendlhofer

Zurück