Tier und Technik 2010
Pinzgauer Rinder und die Schweiz - das dürfte einfach gut zusammenpassen. Davon konnten sich viele am Stand der Rinderzucht Austria in St. Gallen selbst überzeugen. Erstmalig konnte die Rinderzucht Austria Tiere auf der Messe ausstellen - 4 Grauviehtiere und 2 Pinzgauer Rinder präsentierten die Vielfalt der österreichischen Rinderzucht. Die 2 Pinzgauer Jungkühe Arnika (V: Mattus) vom Betrieb Heugenhauser, Duxner in Saalfelden und Letizia (V: Stalko) von Lindner Stefan, Schörgerer in Oberndorf wurden im Herbst von Matthias Zimmermann als trächtige Kalbinnen angekauft und haben im Jänner bei ihm abgekalbt. Sie konnten den Ausstellungsbesuchern den gewünschten Pinzgauer Typ vermitteln: zwei mittelrahmige Erstmelkkühe mit einer sicheren Einsatzleistung von über 20 kg Milch und dem gewünschten Doppelnutzungscharakter. Den Messebesuchern fielen sie als erster aufgrund der charakteristischen Farbzeichnung auf.
Betreut wurden unsere Ausstellungstiere von den Jungzüchterinnen Christine Berger und Anita Meusburger, die ihre Sache ganz ausgezeichnet gemacht haben. Mehrmals gewaschen und fein geschoren glänzten Arnika und Letizia um die Wette und beeindruckten so manchen Schweizer Züchter.
Ab Freitag standen seitens der ARGE Pinzgauer Rinderzuchtverbände DI Peter Altenberger und DI Mathias Kinberger den Interessierten Rede und Antwort. Das Interesse war aufgrund der Tiere vor allem am Wochenende enorm und lässt auf eine rege Nachfrage im Herbst hoffen. Gesucht werden Tiere für die Mutterkuhhaltung und auch Milchproduktion, die genug Doppelnutzungscharakter aufweisen und reinrassig belegt sind. Von vielen Käufern, die wir am Messestand begrüßen konnten, wurde von den Einkäufen geschwärmt und positives berichtet. Die Tiere sind sehr gut zu füttern, geben ordentlich Milch und ziehen schüne Kälber auf.
Dieses Frühjahr soll ein Verein der Pinzgauer Züchter in der Schweiz gegründet werden und die Rasse durch den Schweizer Staat anerkannt werden. Gespräche laufen bereits und soll der Pinzgauer Rasse mit unserer Unterstützung in der Schweiz weiter Auftrieb geben.
GF Mathias Kinberger