Tiroler Landesausstellung
"Diese perfekte Kombinationsrasse gibt alles her, was man sich wünscht", so begrüßte LHstv. Toni Steixner die Pinzgauer Züchter, die voller Stolz ihre prächtigen Tiere in Wiesenschwang zur Schau stellten.
Eine Landesausstellung, die in jeder Hínsicht einzigartig war - eine Organisation, die seinesgleichen sucht, das vorbildliches Miteinander von Rinder, Pferden und Ziegen und schlussendlich die unübersehbare Freude über das Gelingen eines unvergesslichen Tages.
Die immense Auftriebszahl (allein bei den Rindern waren knapp 190 Stk. anwesend!) verlangte einen strengen Zeitplan, der dank der guten Preisrichter auch bestens eingehalten werden konnte.
Bruno Deutinger und Thomas Sendlhofer hatten wahrlich keine allzu leichte Aufgabe ob der z.T. sehr großen Gruppen und der vielen hochrangigen Kühe, die sich in einem ausgezeichneten Zustand präsentierten.
Thomas Sendlhofer verlieh seiner großen Freude Ausdruck, die ehrenvolle Aufgabe als Preisrichter bei den Pinzgauern übernehmen zu dürfen. Nach langer Abstinenz (wie er es bezeichnete - in dieser Art hoffentlich doch zu verschmerzen!?) war es für Thomas ein besonderer Tag - normalerweise liefert er die Bilder von den Schönsten, heute durfte er sie auswählen!
Das Rätselraten um die besten Platzierungen war wohl nicht die schwerste Aufgabe - altbekannte Namen wie Edenhauser, Hochfilzer, Lindner, Mühlberger, Reitstätter u. v.a. demonstrierten in beneidenswerter Manier, wo die Elite der Pinzgauer zu Hause ist!!!
Bei den Pinzgauern holte die kapitale Mandarin-Tochter STRAUSS von Josef Edenhauser, Innergrub in Fieberbrunn den Titel - TZD Hußl war fasziniert von dieser Kuh, die neben ihrer tollen Erscheinung ein exzellentes Hintereuter präsentierte.
"Eine RESERVESIEGERIN, die die Doppelnutzung hervorragend repräsentiert", so pries Hußl die sehr große und lange Raster-Tochter MEISTER von Georg Mühlberger, Hacker aus Kössen. Sie machte sich in der Zucht bereits sehr verdient - ihr Sohn Major (V:Monte) erzielte den Höchstpreis bei der Frühjahrsversteigerung am 18. März!
Bei der Gruppe PxRF war der Sieg wohl eine kleine Überraschung (vor allem für den Besitzer!) - Bruno Deutinger nannte die Jordan-Red-Tochter STELLA (64,7 % RF) in seiner Kommentierung eine "Ausnahmskuh" - der überaus edlen und korrekten Kuh wurden gleich zwei Siege zuteil - neben den GESAMTSIEG wurde ihr für ihr ausgezeichnetes, leistungsbereites Euter noch der GESAMTEUTERSIEG verliehen. Stefan Lindner bewies sehr eindrucksvoll, dass er scheinbar nicht nur das Organisieren beherrscht, so ganz nebenbei hat er auch noch seine Pinzgauer Zucht in einem Top-Zustand! Fairerweise dürfen hier aber seine unermüdlichen Helferlein nicht unerwähnt bleiben, die an diesen Erfolgen maßgeblich beteiligt sind!! Gratulation auch an Hannes Schreder, der die Kühe des Schörgerer exzellent präsentierte!
Den RESERVESIEG bei den PxRF Kühen holte sich keine Unbekannte - die eindrucksvolle Lurch-Tochter LAWENDL (58,8 % RF) von Matthäus Hochfilzer, Ginsberg in Going, die bereits beim Pinzgauer Jungkuhchampionat zwei Reservesiege erzielte, machte mit diesem Erfolg in kurzer Zeit das Trio voll! Diese große, ausgesprochen edle Jungkuh, ausgestattet mit perfekten Körperformen und einem Traumeuter demonstrierte das Potenzial der Pinzgauer unbestritten, hier kam der Zuchtfortschritt der letzten Jahre eindeutig aufs Tapet!
Zwei Auszeichnungen durfte auch eine weitere Raster-Tochter entgegennehmen. MIRA (28,1%RF) von Stefan Reitstätter, Hackl in Kössen erreichte neben dem Gruppensieg noch den EUTERRESERVESIEG bei den P x RF Kühen. Die leistungsbereite und sehr elegante Kuh bestach mit einem perfekten Euter und wurde dafür entsprechend belohnt!
Keineswegs fehlen darf bei den Pinzgauern die Jugend - in einem eigenen Bewerb stellte die nächste Generation ihr Können unter Beweis.
35 JungzüchterInnen aus dem Tiroler Land (einer reiste sogar vom Arlberg an!) demonstrierten ihr Interesse an der Pinzgauer Rinderzucht und scheuten keinerlei Mühe, ihre Kälber und Kalbinnen in den letzten Wochen ordentlichst zu trainieren.
JZ-Obmannstellvertreter Hermann Esterbauer aus Zell am See trat zum ersten Mal als Preisrichter in Erscheinung und meisterte seine Premiere sehr gut.
Für großes Entzücken und Begeisterung sorgten einmal mehr die Bambinis. 13 Kinder im Alter von 6 - 10 Jahren führten den stolzen Pinzgauer-Nachwuchs in den Ring und präsentierten diesen mit beachtlichem Können. Besonders mutig die erst 6-jährige Theresa Lindner vom Angererhof, die ihr temperamentvolles Kälbchen trotz mancher "Ausritte" nicht aus der Hand ließ.
Einmal mehr ein Beweis, dass einem um die Zukunft der Pinzgauer längst nicht mehr bange sein muss - ein ganz großes Danke hier an alle Eltern, die ihre Kinder auf diesem Weg unterstützen - sie werden allerdings nicht unbelohnt bleiben!!!
Für eine große Bereicherung sorgten ohne Zweifel Ziegen und Pferde. Majestätische Noriker Pferde, höchst professionell vorgestellt und von Landesobmann Christian Wild perfekt kommentiert, heimsten beim begeisterten Publikum größte Bewunderung ein.
Auch die verschiedenen Ziegenrassen (Gämsfärbige Gebirgsziegen, Saane- und Burenziegen) boten in ihrer Vorstellung ein schönes Bild und waren ein großer Anziehungspunkt für die enormen Zuschauermassen.
Allen Züchtern, Ausstellern und Vorführern sei hier aufrichtigst gedankt - wir verneigen uns vor diesen grandiosen Leistungen und sind überzeugt, dass dieser historische Tag noch lange in Erinnerung bleiben wird!!
Allen, die dazu beigetragen haben, dass wir diesen Feiertag erleben durften, ein ganz großes Vergelt's Gott - es war uns eine große Freude!!!
Last but not least - einer muss hier noch persönlich genannt werden - Thomas Edenhauser als Verantwortlicher der Schau, dessen Nerven und Kondition in den letzten Wochen und Monaten ziemlich gefordert waren - seine Leistungen grenzten schon an Übermenschliches - danke für all das, was an diesem Tag selbstverständlich erscheint, aber ohne derartigem Einsatz niemals zustande käme!!!
Christina Sendlhofer
Detaillierte Ergebnisse sind ab sofort unter den Downloads zu finden ! Viel Spaß auch beim Bilder schauen und Rangierungslisten schmökern.
Sendlhofer Thomas