Zum Hauptinhalt springen

Tiroler unterwegs im Pinzgau

Interessanter Start in einen gelungenen Tag am Bichlhof der Familie Zehentner!
Interessanter Start in einen gelungenen Tag am Bichlhof der Familie Zehentner!
Sowohl für die Kälber als auch für die Kühe wurden beste Voraussetzungen geschaffen!
Sowohl für die Kälber als auch für die Kühe wurden beste Voraussetzungen geschaffen!
Hochinteressant! Die Betriebsphilosophie von Sebastian Herzog!
Hochinteressant! Die Betriebsphilosophie von Sebastian Herzog!
Seit heuer werden die Holsteinkühe ausschließlich mit bestem Heu gefüttert!
Seit heuer werden die Holsteinkühe ausschließlich mit bestem Heu gefüttert!
Ein Gesundheitsschnapserl am Hubgut in Zell am See
Ein Gesundheitsschnapserl am Hubgut in Zell am See
Ludwig und Andreas Mitteregger heißen am Oberlehenhof willkommen
Ludwig und Andreas Mitteregger heißen am Oberlehenhof willkommen
Bei Hermann Esterbauer gibt's immer genügend Diskussionsstoff!
Bei Hermann Esterbauer gibt's immer genügend Diskussionsstoff!
Sehr überzeugend - die Herde am Oberklammhof!
Sehr überzeugend - die Herde am Oberklammhof!

Der traditionelle Tiroler-Ausflug führte heuer in den Pinzgau mit einem abschließenden Abstecher in den angrenzenden Pongau!

Familie Zehentner, Bichl, Leogang
Erstes Ziel unserer Fahrt war der Betrieb der Familie Zehentner, Bichlbauer in Leogang. Die passionierten Pinzgauerzüchter haben sich schon vor etlichen Jahren der Schlachtkälberproduktion verschrieben. Der Betrieb wird in biologischer Wirtschaftsweise geführt und vermarktet die produzierten Vollmilchkälber über die heimische Gastronomie und über die Erzeugergemeinschaft. Im heurigen Sommer wurde ein neuer Stall für die Kühe und für die Kälber errichtet. In diesem finden ca. 15 Kühe und bis zu 30 Mastkälber Platz und im alten Stall sind die gesamte Nachzucht und der Melkstand untergebracht. Mittels automatischer Tränkung wird sämtliche Milch an die Kälber verfüttert. Die kleinen Kälber, die hauptsächlich vom Betrieb Porsche Wolfgang, Schüttgut zugekauft werden, lernen sehr schnell das Trinken der Milch im Tränkeautomat. Als Raufutter erhalten sie schönes Futterstroh und etwas Maismehl. Mit ca. 4 Monaten werden die Kälber geschlachtet. Ziel ist es ca. 60 bis 70 Schlachtkälber pro Jahr zu mästen.

Familie Herzog, Kleindötling
Am Holsteinzuchtbetrieb der Fam. Herzog wurden wir n vom jungen engagierten Betriebsführer Sebastian erwartet, der gleichzeitig auch Landesobmann von Bio Austria ist. Der Betrieb Kleindötling war einer der ersten Betriebe in Salzburg, der Ende der 60iger Jahre auf Schwarzbunte Kühe umgestellt hat. Der Bio Betrieb wurden in der Vergangenheit relativ intensiv bewirtschaftet. Der Jungbauer hat sich in den letzten Jahren immer mehr den Low Input System verschrieben. So wurde der Einsatz von Kraftfutter minimiert und seit heuer im Frühjahr wird bei den Milchkühen gar kein Kraftfutter mehr gefüttert. Die Kühe sind während der gesamten Vegetationszeit auf der Weide, die sehr intensiv gepflegt wird. Heuer wurde der Betrieb auf silofrei umgestellt, angesichts des vergangenen Sommers kein Problem, gab Sebastian mit einem Schmunzeln zu.
Für diese Umstellung wurde die bestehende Heubelüftung um eine Unterdachabsaugung erweitert, um beste Heuqualitäten zu erreichen. Das nächste Ziel ist die Umstellung auf Frühjahrsabkalbung, um die Weide im Sommer bestmöglichst auszunützen. Ein Teil der Herde wird mit Fleischrassestieren belegt. Diese Kreuzungskälber und die Reinzucht Stierkälber werden entweder als Schlachtkälber oder als Schlachtkalbinnen bzw. –ochsen in die Gastronomie oder als Mischpakete vermarktet. Die hochinteressante Betriebsphilosophie des jungen, innovativen Querdenkers bot sehr viel Stoff zum Fachsimpeln und Diskutieren.

Familie Hofer, Hub, Zell am See
Als nächstes stand der Betrieb des neuen Pinzgauer Fachausschussobmannes Hofer Hannes, Hub auf dem Programm. Hannes bewirtschaftet mit seiner Familie den extremen Bergbauernhof der Zone 4 hoch über Zell am See. Der Betrieb wird im Nebenerwerb geführt. Die Wiesen sind sehr steil und erfordern sehr viel an händischer Bearbeitung. Im Stall stehen 8 reinrassige Pinzgauer Kühe samt Nachzucht und die Bio-Heumilch wird an die Pinzgau Milch geliefert. Im Sommer gehen die Kühe auf die angrenzende Alm. Neben den Kühen sind auch noch einige Tauernscheckenziegen am Betrieb. Bei dieser Gelegenheit konnten wir noch Margreth und Hannes zur Geburt ihres Sohnes Jakob gratulieren und ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute wünschen. Nach vielen Fachgesprächen rund ums Pinzgauerrind ging es weiter Richtung Kaprun zum Mittagessen.

Familie Mitteregger, Oberlehen, Kaprun
Ulli und Ludwig bewirtschaften den Oberlehenhof mit Schwerpunkt Milchproduktion und Tourismus. Im Stall stehen ca. 20 Milchkühe samt Nachzucht. Vor einigen Jahren wurde der Stall erweitert und ein moderner Boxenlaufstall für die Kühe und trächtigen Kalbinnen gebaut. Eine gute Milchleistung hat immer schon eine große Rolle am Bio-Bauernhof gespielt und so konnten wir eine sehr leistungsbereite Herde bewundern. Bei Kaffee und Kletzenbrot wurde in der Stube des Oberlehenhofes noch rege diskutiert, ehe es weiter ging.

Familie Esterbauer, Oberklamm, St. Veit/Pg.
Als letzte Station unseres Ausfluges ging es in den angrenzenden Pongau zum Betrieb der Familie Esterbauer, Oberklamm in St. Veit. Familie Esterbauer hat vor gut zwei Jahren den Oberklammhof gekauft und bewirtschaftet ihn seit dieser Zeit im Vollerwerb. Es benötigt viel Kraft und Fleiß den Betrieb wieder auf Vordermann zu bringen. Im Stall stehen ca. 20 großteils behornte Pinzgauer Kühe samt Nachzucht. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Qualität an reinrassigen Kühen auf dem Oberklammhof. So konnten etliche Stiermütter besichtig werden, schließlich hat die Stierzucht bei Hermann feste Tradition. Die neugierigen Besucher waren von der top präsentierten Herde begeistert. Neben den Rindern gibt es auch viele andere Tiergattungen am Hof, besonders erfolgreich ist Hermann in der Tauernschecken-Zucht. Erstmals wurde am Betrieb heuer Silomais angebaut, der eine sehr gute Ernte brachte. Wir wünschen der Familie Esterbauer in ihrem neuen Zuhause alles Gute und Glück in Haus und Hof.

Zum Abschluss möchten wir uns noch bei allen besuchten Betrieben für die sehr große Gastfreundschaft herzlichst bedanken. Solche Ausflüge stärken die Gemeinschaft und fördern den Gedankenaustausch.

Thomas Edenhauser

Zurück