Tod von Oswald Dick, Lackenbauer in Maishofen
Abschied von einem Pionier der Pinzgauerzucht!
Am Dienstag, 12. Jänner wurde der Altbauer vom Lackenhof, Oswald Dick im 84. Lebensjahr
von seinem irdischen Leben abberufen.
Der Name Oswald Dick ist ein Inbegriff der Pinzgauerzucht und steht für Pionierleistungen in der Entwicklung der Fleischrinderzucht Salzburgs und im Besonderen der Hornlosigkeit der Pinzgauer.
Praktisch aus einer Notsituation heraus - nämlich aufgrund der großen Distanz zur Alm im Fuscher Käfertal und der mangelnden Verfügbarkeit eines Melkers, entschied sich der Lackenbauer bereits 1974 zur Umstellung von Milch- auf Mutterkuhhaltung.
Als 1988 erstmals Sperma von Pinzgauer-Hornlosgenetik erhältlich war, bewies Familie Dick mit der Spezialisierung auf ein besonderes Nischenprodukt ihren Weitblick und verfolgt seither mit extremer Konsequenz die Zucht reinerbiger Hornlostiere. Die extremen Alpungsbedingungen im Fuscher Tal gaben dem Lackenbauer seit jeher die Gewissheit, dass sich hier nur die gewachsenen, herausragenden Eigenschaften der Pinzgauerrasse bewähren können.
Den Stellenwert dieser Pinzgauer-Spezies am Lackenhof, die zu 90% als Zuchttiere ins In- und Ausland wechseln, belegt die ständige Nachfrage an Pinzgauerrindern von Familie Dick, die nicht nur aufgrund ihrer Hornlosigkeit, sondern auch wegen ihres einmaligen Charakters gefragt sind.
Oswald Dick hat aber nicht nur zu seinen Pinzgauern einen intensiven Kontakt gepflegt, er liebte auch den Umgang mit den Menschen und hat sich mit seiner ruhigen und leutseligen Art in die Herzen vieler Kollegen und Freunde weit über die Heimat hinaus, geschrieben.
Die Pinzgauer-Züchterfamilie trauert um einen besonderen Wegbereiter und Gefährten und entbietet seiner Gattin Heli sowie den Kindern Christa, Marianne, Markus und Ossi ihre aufrichtige Anteilnahme.
Lieber Oswald, dein großes Erbe darf sich am Lackenhof dank Ossi und Melanie erfolgreich weiterentwickeln - uns aber bleibt die Erinnerung an einen Menschen, dessen Auftrag es war, mit aller Konsequenz und der nötigen Sturheit einen Weg zu bahnen, der anfangs vielfach belächelt und bezweifelt wurde, sich letztlich aber als ein zukunftsweisender und großartiger erwies - Vergelt's Gott dafür!
Christina Sendlhofer

