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Treffen der steirischen Pinzgauer-Züchter

Am Betrieb von Vroni und Andreas Engelhardt in der steirischen Ramsau
Am Betrieb von Vroni und Andreas Engelhardt in der steirischen Ramsau
Gemütliche Runde auf der Halseralm
Gemütliche Runde auf der Halseralm
Perfekte Voraussetzung für Spitzenprodukte - der Milchverarbeitungsraum von Vroni Engelhardt!
Perfekte Voraussetzung für Spitzenprodukte - der Milchverarbeitungsraum von Vroni Engelhardt!

Vroni Engelhart künftige Pinzgauer-Sprecherin in der Rinderzucht Steiermark!

Am Nikolaustag trafen sich in der tief verschneiten Ramsau die steirischen Pinzgauer Züchter zu ihrem Jahrestreffen. Die Halseralm der Familie Knaus, Blasbichler bot einen wunderschönen Rahmen für den Züchterstammtisch. In der 400 Jahre alten Hütte wird in der urigen Stube im Winter ausgeschenkt, man arbeitet hier immer noch ohne Strom. Den Sommer verbringen hier die Blasbichlkühe.

Obmann Herbert Kraml und Zuchtberater Fritz Baumann von der Rinderzucht Steiermark konnten eine interessierte Gruppe von Pinzgauer Milchvieh- und Fleischrinderzüchter begrüßen. Herbert Kraml oder Wachlbacher wie ihn alle hier nennen, berichtete vom letzten Jahr, was sich in der Pinzgauer Zucht und in der Rinderzucht Steiermark getan hat. Fritz Baumann stellte die Bestandszahlen und den Leistungsbericht von 2017 vor. Die Pinzgauer Zucht in der Steiermark ist eine kleine, feine Population. Zehn Betriebe halten überwiegend Pinzgauer in der Milchviehhaltung, aber in weiteren 85 andersrassigen Betrieben, verteilt auf die ganze Steiermark steht eine Vielzahl von Pinzgauer Milchkühen mit sehr guten Leistungen. 30 Betriebe beschäftigen sich mit der Pinzgauer Fleischrinderzucht.

Seitens der Arbeitsgemeinschaft der Pinzgauer Rinderzuchtverbände war Mathias Kinberger in die Steiermark gereist. Er stellte das Pinzgauer Besamungsprogramm vor, erstmals wird mit dem Teststier Fesch, ein gesexter Pinzgauer Stier angeboten. Die Möglichkeiten der Vermarktung von Zucht- und Nutzvieh wurden diskutiert sowie das Programm des XII. Pinzgauer Weltkongress sowie der Pinzgauer Länderschau am 28. und 29. April vorgestellt.

Herbert Kraml, langjähriger Obmann legte altersbedingt seine Obmannschaft zurück. In der Runde war man sich bald einig, dass der nächste Obmann eine Obfrau werden soll. Vroni Engelhardt, ambitionierte Jungbäuerin vom Engelhardthof in Ramsau wird diese Aufgabe zukünftig übernehmen. Ihr wird Gerhard Pekoll, Pinzgauer Fleischrinderzüchter aus Schladming als Stellvertreter zur Seite stehen.

Nach einem wunderbaren Mittagessen mit traditionell flambierten Kaiserschmarrn in der Halseralm lud Familie Engelhardt zur Besichtigung ihres Betriebes ein. Andreas und Vroni bewirtschaften einen Pinzgauer Milchviehbetrieb mit 13 Kühen und Aufzucht. Ebenso werden rund 25 Schafe gehalten. Einen Teil der Milch verarbeitet Vroni in ihrer neu gebauten Hofkäserei zu Sauerrahmbutter, Joghurt und Schnittkäse. Die Produkte finden ab Hof und am Bauernmarkt von Schladming reisenden Absatz.

Wir gratulieren den steirischen Pinzgauer Züchtern zu ihren Leistungen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem jungen Führungsteam.

Mathias Kinberger

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