Unsere Jungzüchter werden Profis!
Rhetorik und Persönlichkeitsbildung wollen gelernt sein - erfahrungsreiches JZ-Profi-Seminar am Winklhof!
Unter dem Motto „Rhetorik und Persönlichkeitsbildung" fand am 16. – 17. Jänner 2016 das 6. Modul des Jungzüchterprofis in der landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof in Oberalm statt.
Am Anfang des Kurses wurden wir in zwei Gruppen geteilt und jede Gruppe bekam ihren eigenen „Trainer". Dies waren zum einen Dr. Katrin Zechner und zum anderen Ing. Johann Baumgartner.
Wir waren bei Herrn Baumgartner in der Gruppe, der gleich mit vollem Elan in das Ausbildungswochenende gestartet ist. Zu Beginn machten wir eine kleinen Vorstellungsrunde, in der wir kurz zu unserer Person etwas sagen und die zwei Fragen: „Wer ist dir in deinem Leben wichtig?" und „Was erwartest du von diesem Wochenende?" beantworten mussten.
Im Anschluss daran bekamen wir von Ing. Baumgartner eine kurze Einführung, auf was es bei einer Rede ankommt. Er gab uns viele nützliche Ratschläge, wie zum Beispiel, dass man bei einer Rede einen sicheren Stand haben und mit seiner Stimme und Gestik arbeiten sollte.
Gestärkt starteten wir nach dem Mittagessen in den Nachmittag, der mit einer Sprachübung begann, bei der wir einen Weinkorken zwischen die Zähne nahmen und einen Zungenbrecher aufsagten, mit dem Ziel, deutlich zu sprechen.
Dann folgte der Höhepunkt des ersten Tages, die Spontanrede, für die wir eine Minute Vorbereitungszeit hatten. Das Lustige daran waren die völlig absurden Themen, wie zum Beispiel „Die Verhütung der Blauwale", „Der Schein im Stall", „Der Regenwurm und seine Freunde".
Nach dem Abendessen machten wir eine Betriebsbesichtigung zur Familie Strubreiter, Auerbauer in Scheffau. Diesmal stand kein Milchviehbetrieb auf dem Plan, sondern ein Fleischrinderbetrieb mit gefährdeten Nutztierrassen. Nachdem wir uns einige Male verfuhren, fanden wir schlussendlich, mit etwas Verspätung, doch noch zur Familie Strubreiter. Nach einer kurzen Betriebsbeschreibung zeigte uns Thomas und seine Tochter Sissi ihre Pustertaler Sprinzen und schwarze Pinzgauer Herde. Doch das Highlight für viele von uns war sicher die Blobeziege, eine heimische Ziegenrasse von dieser es nur noch 250 Stück gibt. Auch wenn die wenigsten Teilnehmer des Jungzüchterprofis mit gefährdeten Nutztierrassen oder Fleischrinderzucht zu tun haben, geschweige denn jemals etwas von der Blobeziege gehört haben, war es eine sehr interessante Betriebsbesichtigung und für jeden etwas Neues dabei.
Am Sonntag drehte sich alles um die vorbereitete Rede zum Thema „Die Landwirtschaft im Jahre 2030", bei der wir gefilmt wurden und die wir anschließend analysiert haben. Dazu hatten wir eine Stunde Vorbereitungszeit, die wie im Fluge vergangen ist. Für uns war es sehr interessant, da jeder unterschiedliche Ideen und Meinungen zu diesem Thema hatte und jeder über seinen eigenen Schatten springen musste, denn wer redet schon gern vor Publikum und dann auch noch bei laufender Kamera. Anschließend folgte die Videoanalyse, die für jeden sehr lehrreich war, da man sich ein Bild von sich selbst machen konnte. Außerdem bekam man viele gute Ratschläge, was man in Zukunft besser machen kann und es wurden auch die positiven Aspekte eines jeden Auftritts hervorgehoben und gelobt.
Alles in allem war es für uns ein sehr spannendes und lustiges Wochenende, bei dem wir viel über uns selbst und für unser Leben gelernt haben, denn wer gut reden kann, ist klar im Vorteil. ;)
Elisabeth Sommerer und Magdalena Fuchs


