Viel Trubel am Zerzahof!
Gelungener Tag der offenen Tür in Kärnten!
Sehr viele Besucher folgten der Einladung zum Zerzahof nach Treßdorf/Kirchbach, wo Familie Oberauner am Sonntag, 12. Oktober mit viel Gastfreundschaft Tür und Tor öffnete.
Neben der traditionellen Pinzgauer-Zucht, die hier seit eh und je beheimatet ist, hat sich Betriebsführer Heimo Oberauner mit dem Kartoffelanbau ein zweites Standbein gesichert.
Gemeinsam mit Onkel Hermann und Tante Anna bewirtschaftet der Jungbauer den Hof, wo er 10 Milchkühe samt Nachzucht hält. kärntnerrind-GF Ernst Lagger ging in der Kuhvorstellung auf den innovativen Betrieb ein, der einerseits mit der Haltung der Pinzgauer Traditionen pflegt und andererseits mit dem Anbau von teilweise exotischen Kartoffelsorten einen sehr innovativen Weg geht.
Die feinst herausgeputzte Kuhherde zeigte ihre Stärken bei den reinrassigen als auch bei den eingekreuzten Kühen, welche großteils mit viel Rahmen, Tiefe und ansprechenden Eutern punkten konnte.
Die momentan große Nachfrage nach guten Tieren macht für Heimo das Züchten interessant, der Absatz erfolgt großteils Ab-Hof. Bedarfsweise werden weibliche Zuchtkälber oder Milchkühe über die Versteigerung in Maishofen angekauft, für den Verkauf stehen neben ein paar Maststieren zwei Zuchtstiere bereit, die aller Voraussicht nach zum Herbststiermarkt nach Maishofen kommen.
Zu einem unverzichtbaren Zweiterwerb hat sich der Kartoffelanbau sowie die Erzeugung von Schnaps, Essig und Honig entwickelt.
Mittlerweile werden am Zerzahof 16 Kartoffelsorten angebaut, wobei sich der heurige, sehr nasse Sommer auf Ernte und Qualität eher negativ ausgewirkt hat.
Was eine Kartoffel kulinarisch bieten kann, demonstrierten Kärntens Jungzüchter, die für eine spitzenmäßige Verpflegung sorgten. Die Palette reichte von Kartoffelturm, -roulade, Ofenkartoffeln bis zu Kärntner Nudeln mit Erdäpfelfülle und sorgte für viel Zustimmung und großen Appetit!
Für ein weiteres, sehr erfolgreiches Rahmenprogramm sorgte das Kuhfladenroulette, welches von kärntnerrind organisiert wurde und einer vom Schicksal hart getroffenen Pinzgauer Züchterfamilie zugute kommt - dank des sozialen Engagements der zahlreichen Besucherinnen konnte ein Betrag von € 1.600 erwirtschaftet werden - dafür gilt es DANKE zu sagen!
Mit dem ein oder anderen Kartoffelsack und so mancher Schnaps- oder Likörflasche machte sich die große Gruppe der begeisterten Besucherschar wieder auf den Heimweg von einem sehr interessanten und liebenswürdigen Pinzgauer-Zuchtbetrieb, der es geschafft hat, seinen Weg mit neuen Ideen, dem nötigen Fleiß und die Liebe zum Tun erfolgreich zu bestreiten!
Dazu gratulieren wir Familie Oberauner und wünschen für die Zukunft viel Gesundheit und Segen für Haus und Hof!
Christina Sendlhofer




