"Welcome Ladies" am Bertlhof in Wilhelmsburg!
Die nächste Heimat in Niederösterreich gefunden! Vier Pinzgauerinnen vom Schüttgut als Produzentinnen der Wilhelmsburger Hoflieferanten!
Für viele Niederösterreicher zählt der jährliche Urlaub im Pinzgau zu einem Fixum, handelt es sich bei zahlreichen Einwohnern des größten Bundeslandes um begeisterte Schifahrer, welche die Leidenschaft für den Wintersport zumeist in den Schulschikursen für sich entdecken und dieser auch in späteren Jahren liebend gerne nachkommen. Dass man beim Schifahren im Pinzgau nicht nur mit den eingeborenen Zweibeinern, sondern mitunter auch mit heimischen Rindern vertraut wird, werden manche zu bestätigen wissen, verlieben sich viele nicht nur in die Gegend rund um den Großglockner, sondern auch in die Pinzgauerrinder.
Ein noch ganz junges Beispiel liefert an dieser Stelle Johannes Bertl aus Wilhelmsburg im Mostviertel (Bezirk St. Pölten-Land), der kürzlich im Rahmen seines Schiurlaubes auch einen fixen Abstecher in Zell am See einplante. Das genaue Ziel war das Schüttgut, wissend, dass es hier nicht nur eine gute Auswahl an Pinzgauer-Milchkühen zu finden gibt, sondern man im besten Fall gleich ein paar davon erwerben könnte.
Am Ende waren es vier - zwei Jungkühe und zwei Zweitlaktierende vom Schüttgut, für die sich der Milchbauer aus Niederösterreich entschied und die nun Teil der "Wilhelmsburger Hoflieferanten" sein dürfen. 1995, im Jahr des EU-Beitritts, gründeten die beiden benachbarten Bauersfamilien Bertl und Graßmann die Inititiave "Wilhelmsburger Hoflieferanten", die sich beginnend von der Schulmilchbelieferung, dem Bau einer Molkerei bis hin zu einem großen Hofladen, der 2021 anhand eines großen Selbstbedienungsladen an der Bundesstraße errichtet wurde, entwickeln durfte.
Das Nutzen von Synergien und Chancen der vielfältigen bäuerlichen Produktions- und Verarbeitungsbetriebe waren die Idee zweier Pioniere, derer sich in den folgenden Jahren weitere Kollegen anschlossen und die sich somit zu einer Erfolgsmarke im ostösterreichischen Raum etablieren konnte.
Mit dem besiegelten Kauf des Schüttgut-Quartetts musste nur noch die Logistik organisiert werden, welche zwei Wochen später mittels LKW-Transport problemlos vonstatten ging. Ein paar Stunden später öffnete sich am Berlhof die Bordwand und die Freude über das Ankommen der schönen Pinzgauerinnen war eine vernehmbare, als die vier "Damen" - begleitet von einem fröhlichen "WELCOME LADIES" - den Boden ihrer neuen Heimat betreten durften.
Die vier Kühe (aus 2 x Marathon, Rester und Ronaldo) dürfen gemeinsam mit ihren 50 Stallkolleginnen nicht nur Qualitätsmilch für die hofeigene Molkerei produzieren, sondern sollen auch Basis für eine künftige Pinzgauerherde am Bertlhof sein, indem sich Johannes Bertl mit den Kühen gleich auch die entsprechenden Anpaarungsempfehlungen von Hermann Egger mitliefern ließ!
Das stetige Wachsen der Pinzgauer im Osten erfüllt uns nicht nur mit Freude, sondern stimmt uns zuversichtlich, im Wissen, dass in unserem größten Bundesland durchaus noch Potenzial für ein Wachsen unserer Rasse gegeben ist.
Klar ist, dass die Pinzgauer am Bertlhof besonders gut aufgehoben sind, weil dieser nicht nur für seine kostbaren Produkte Schule macht, sondern künftig auch für seine unvergleichbar schönen Kühe, mit denen wir von Herzen Glück und Segen wünschen!
Christina Sendlhofer
