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Wie wir zu den Pinzgauern kamen...

Ein Herz und eine Seele - Wohlgefühl auf der Pinzgauer-Pension der Familie Rüegg in Bäretswil!

PINZGAUER-Pension in der Schweiz - geniale Variante eines Herdenaufbaues!!!

Einem eher zufälligen Telefonat mit Judith Rüegg aus Bäretswil (Kanton Zürich, nordöstliche Schweiz) ist die nachfolgende Geschichte zu verdanken - Frau Rüegg erzählte nämlich von einer eher eigenwilligen Version einer "Pinzgauer Herdenbeschaffung"  - und diese ist es allemal wert, gelesen zu werden...

Wie wir zu den Pinzgauerinnen  kamen

Wir führen einen Mutterkuhbetrieb in der Bergzone I. Mein Mann arbeitet noch auswärts als Kranchauffeur. Durch seine außerbetriebliche Tätigkeit kommt er täglich mit verschiedenen Leuten in Kontakt.
So kam es, dass er im letzten Frühling von einem Kunden gefragt wurde: „Hast du noch Platz für eine Kuh?“ Mein Mann antwortete: „Das musst du mit meiner Frau klären, sie schaut zum Vieh und den Kindern.“ 
Am Abend erzählte mir mein Mann von der Idee Lampi’s eine Kuh in Pension zu geben. Ich wollte es genauer wissen und rief diesen Typen an. Ueli Lamprecht führt bei uns in der Nähe eine Baumschule. Eine Pinzgauerkuh wolle er, ob ich überhaupt wisse was das sei? Na klar, vor Jahren hat uns jemand eine schöne Tafel mit verschiedenen Rinderrassen geschenkt. Darauf sind natürlich auch Pinzgauer vertreten. Wir einigten uns auf ein Treffen an der Beef.ch (bekannt als das grösste Weidfäscht 26.8.-5.9.’10).

Hier gab es nun Pinzgauer in Natura. "Wow, die würden mir auch noch gefallen"entfuhr es mir.

Lampi schwärmte den ganzen Abend von seiner zukünftigen Pinzgauerin. Irgendwie wurden auch wir vom Pinzgauervirus befallen an diesem Abend.

Res, mein Mann und ich beschlossen nach Österreich  zu reisen, um uns ein Bild über die Heimat der Pinzgauer zu machen. Am 15. Oktober ging es über die Berge nach Neukirchen wo wir herzlich empfangen wurden von Anni und Hermann Hollaus. Wir genossen die Gastfreunschaft der beiden sehr. Hermann erwies sich nebst großem Fachwissen über die Pinzgauer als genialer Reiseführer. Durch ihn erhielten wir einen Einblick in diverse Ställe.

Am Samstag tätigte Herr Schraner von der VIANCO den Einkauf von 5 Rindern.

Wir verließen am Sonntag Neukirchen bei Schnee aber mit vielen sonnigen und warmen Gedanken im Herzen.    

Exakt eine Woche später am 22. Oktober trafen die 5 Pinzgauerinnen bei uns ein. Was für eine Freude! Unsere Kinder freuten sich ebenfalls riesig auf das Wiedersehen mit den Rindern.

Die Tiere mussten separat in Quarantäne gehalten werden. Die Kinder bettelten täglich darum  doch alle Tiere behalten zu dürfen. Platz war zur Genüge vorhanden. Aber, wer soll das bezahlen….???

In  der Zwischenzeit hatten zwei von unseren Töchtern einen Termin beim Kieferorthopäden.

Dieser erkundigte sich nett nach unseren Ferien. Ich erzählte ihm von unserem Ausflug nach Österreich und pries ihm die Pinzgauer an. Herr Kunz fand Gefallen an dieser Sache. Somit war das 1. Rind verkauft. Ein  paar Tage später erhielten wir Besuch von unserem Zahnarzt, welcher befreundet ist mit dem Kieferorthopäden. Stephan Müller, der Zahnarzt, fand die Idee sei eine Überlegung wert. Ueli  Lamprecht, der die Sache angezettelt hat, half nun Herrn Müller seinen Entscheid zu fällen. Dieser wiederum vermittelte seinem ehemaligen Chef  noch das letzte Rind. Super, alle Tiere haben einen Besitzer gefunden und dürfen bei uns bleiben!

Am 21. November feierten wir den Geburtstag von meinem Mann und zugleich die Ankunft des ersten Kalbes. Was für ein Tag !!

Liebe Familie Rüegg, Gratulation zu diesem Unterfangen - man muss nur gute Ideen haben und diese dann mit dem nötigen Mut umsetzen - was euch scheinbar super gelungen ist!
Vielen, vielen Dank für die netten Zeilen - von Herzen wünschen wir euch weiterhin viel Freude und Erfolg mit der "Pinzgauer-Pension", möge sie sich bewähren und stetig wachsen...

Christina Sendlhofer

 

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