Zu Besuch auf der Schönleitn!
Die neue Heimat tut gut! Johannes Halbartschlagers Pinzgauer bewähren sich!
Auf der Durchreise von Wien Richtung Salzburg wurde kürzlich in Niederösterreich Halt gemacht. Das Ziel war die Schönleitn, wo seit gut einem halben Jahr eine ganze Herde Pinzgauer zu Hause ist.
Mit Freude empfingen uns die Hausherren auf der Schönleitn, Hans und Johannes Halbartschlager am schön gelegenen Bergbauernhof in Randegg. Nach einer gemütlichen Kaffeepause und Führung durchs altehrwürdige Bauernhaus, welches das älteste noch erhaltene Gebäude in der Gemeinde ist, führte uns Johannes zur Kuhherde.
Unglaublich ruhig und gelassen präsentierten sich die Kühe (wohl wissend, dass Streicheleinheiten zu erwarten sind) und Johannes erzählte, dass er über seine Entscheidung, zu Hause zu sein und sich somit ganz der Land- und Forstwirtschaft widmen zu können, sehr zufrieden sei.
Seine Betriebsphilosophie, nämlich mit Low-Input-System zu arbeiten, funktioniere sehr gut, indem er im Besonderen auf eine bestmögliche Tier- und Milchgesundheit achte und somit entsprechende Erfolge verbuchen kann.
Johannes berichtete von einem Anruf der Berglandmilch, wo ihm ein Mitarbeiter der Molkerei schilderte, er hätte noch nie einen Milchlieferanten mit einer derart niedrigen Zellzahl gehabt. (die ZZ lag unter 10.000)
Dass ein Neustart natürlich auch mit diversen Problemen und "Einbrüchen" verbunden ist, wird von Johannes Halbartschlager nicht verschwiegen. Bewundernswert für einen 26jährigen ist hier allerdings die Einstellung bzw. die enorme Reife, wie er negativen Dingen begegnet und sofort nach Problemlösungen sucht.
Neben der optimalen Versorgung seiner Pinzgauerrinder kümmert sich der Jungbauer auch um die Entwicklung des Hofes. Das gelagerte Schnittholz neben dem Haus verrät bereits die nächsten Projekte, die heuer noch mit der Erweiterung der Garage und Errichtung einer Hackschnitzelheizung ihren Anfang nehmen.
Im nächsten Jahr folgt der Umbau des Bauernhauses - hier sind ein Dachausbau mit Gauben sowie der Einbau einer Zentralheizung geplant.
Mit dem Abschied war auch die Melkzeit angerückt und so durften auch die Kühe heimwärts zum Stall marschieren, dessen Gebäude auch die Gewölbe-Baukunst aus dem 18. Jahrhundert verkörpert. Dort wartete bereits eine junge Frau auf ihre "Einschulung" - Barbara sollte nämlich Johannes am kommenden Tag vertreten. Er hatte nämlich schon wieder einen Termin im Pinzgau - wo er mit zwei weiblichen Kälbern sowie zwei Jungochsen für die Vergrößerung seiner Pinzgauerherde sorgte!!
Wir dürfen Johannes zu soviel Ambition und Engagement nur gratulieren und wünschen dem Jungbauern auf der Sonnleitn weiterhin alles Gute für seine Vorhaben!
Christina Sendlhofer




