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Zuhause ist's am schönsten!

Klein, aber fein - die Mutterkuhherde von Familie Oberhauser, Trattberg in Oberndorf/T.
Ein Wohlfühlstall - der Reiterhof von Familie Reiter am Fuße der Kitzbüheler Streif!
Wahrlich ein Blickfang - das 500-jährige Bauernhaus der Familie Schroll, Kaspern in Aschau!
Qualitätsvoll - die Pinzgauer-Heumilchkühe der Familie Mühlbacher/Hirzinger, Bergerbauer in Waidring!

Beeindruckende Pinzgauer-Züchtertour im Tiroler Unterland!

Schon zur lieb gewonnenen Tradition ist der Ausflug der Tiroler Pinzgauer Züchter am Nationalfeiertag geworden. Im heurigen Jahr entschied man sich im Tiroler Unterland zu bleiben und ein paar Mitgliedsbetriebe zu besuchen, die vielleicht nicht im züchterischen Rampenlicht stehen, aber mit viel Begeisterung an der Pinzgauer Rasse festhalten.

Nach dem Treffpunkt und einer kurzen Stallrunde bei Fam. Lindner, Angerer wurde der Betrieb der Familie Oberhauser, Trattberg in Oberndorf besucht. Die Familie Oberhauser bewirtschaftet einen kleinen Mutterkuhbetrieb mit drei Mutterkühen inklusive Kälbern und einigen Ziegen in extremer Steillage am Fuße des Kitzbüheler Horns. Die Rinder werden in einem einfach umgebauten Laufstall gehalten, ausschließlich mit Heu gefüttert und die Kälber werden als Jungrinder vermarktet.
Der Seniorbauer Alois und sein Enkel Andreas sind begeisterte Züchter und treue Besucher verschiedener Pinzgauer-Veranstaltungen. 

Als nächstes stand der Betrieb der Familie Reiter, Reiterhof in Kitzbühel auf dem Programm. Der Reiterhof befindet sich nur einen guten Steinwurf vom Zielgelände der berühmten Skirennstrecke „Streif“ entfernt. Vor zwei Jahren wurde ein neues Stallgebäude inkl. Heubergeraum errichtet.  Im neuen Laufstall mit bestem Blick auf die berühmte Hausbergkante werden zwölf Original Pinzgauer- und Pinzgauer Kühe samt Nachzucht gehalten. Die Fütterung besteht ausschließlich aus bestem Heu, welches mit einer Belüftung mittels Dachabsaugung nachgetrocknet wird.  Christian ist begnadeter Musiker und spielt nebenbei bei diversen Musikgruppen.

Nach der netten Zeit am Reiterhof drängte die Zeit und unser Weg führte uns nach Aschau zum Hof „Kaspern“ der Familie Schroll.  Am Bio-Betrieb werden zehn Pinzgauer-Milchkühe samt Nachzucht in Kombinationshaltung gehalten. Den Sommer verbringen Jungvieh sowie trockenstehende Kühe auf einer gepachteten Alm, während die Milchkühe zuhause am Hof gemolken werden.
Ein weiterer Betriebszweig ist die Vermietung von vier Ferienwohnungen. Ein besonderes Schmuckstück ist das 500 Jahre alte Bauernhaus, das mit sehr viel Liebe gepflegt und gehegt wird.

Die Herde wusste mit bester Euterqualität zu überzeugen. Nach dem interessanten Programm ging es zum Mittagessen zum Furtherwirt in Kirchdorf, wo anschließend die Pinzgauer-Herde besichtigt wurde, die gerade vom Weidegang in Richtung Stall unterwegs war. Am Betrieb wird mittlerweile seit vier Jahren mit einem Melkroboter gemolken. Eine Besonderheit ist auch, dass die meisten Tiere wieder behornt sind.

Das Nachmittagsprogramm führte nach Waidring, wo wir als erstes den Jagersthof der Familie Grünbacher besichtigten. Am Betrieb werden rund zehn Milchkühe samt Nachzucht in Kombinationshaltung gehalten und rein mit Heu gefüttert. Den Sommer verbringt die gesamte Herde auf der Waidringer Steinplatte, wo auch der Betriebsführer bei den Bergbahnen arbeitet. Die Tiere genossen den wunderschönen Herbsttag auf der Weide und wurden dort von der Gruppe genauestens besichtigt. Sie zeigten alle sehr viel Typ und Kaliber und präsentierten sich im gewünschten Doppelnutzungstyp.

Der Abschluss dieses herrlichen Tages bildete der Bergerhof der Familie Mühlbacher/Hirzinger.. Dieser liegt auf einer Anhöhe mit wunderschönem Blick auf die Loferer Steinberge. Am Bio-Heumilchbetrieb werden ca. 20 Pinzgauer Milchkühe samt Nachzucht in einem Laufstall gehalten. Die gesamte Herde verbringt den Sommer ebenfalls auf einer Alm auf der Waidringer Steinplatte, die zwar im Besitz der Bayerischen Saalforste ist, die gesamten Weide- und Hüttenrechte aber den örtlichen Bauern gehören. Die Milchkuhherde zeichnet sich besonders durch eine hervorragende Euterqualität aus.

Umrahmt von prächtigem Herbstwetter ließen wir diesen interessanten und geselligen Tag bei Kaffee und Kuchen bei der Familie Mühlbacher ausklingen.

Wir möchten uns bei allen Familien für die sehr große Gastfreundschaft bedanken und gratulieren ihnen zu den hervorragenden Betrieben. Es ist schön zu sehen, mit welcher Freude und mit welcher Begeisterung die Betriebe die Pinzgauer Rasse züchten. Solche Familienbetriebe sind das Fundament einer flächendeckenden Landwirtschaft im Berggebiet und Tage wie diese stärken nicht nur die Gemeinschaft, sie zeigen auch die gute Stimmung unter den Tiroler Züchtern.

Thomas Edenhauser

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